Advent, Advent, das erste Lichtlein brennt

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst ein, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür. Ein Reim den jeder von kennt. Unsere Kinder, wenn dem nicht jetzt schon so ist, werden diesen Reim später genauso aufsagen wie auch wir selbst. Schließlich beginnt jetzt die besinnliche Zeit des Jahres.

Erinnerungen – Die Vorbereitung zur Adventszeit

Denke ich in meine Kindheit zurück war die Weihnachtszeit für mich immer etwas ganz besonderes. Meine Mutter hat sich ein oder zwei Tage mit mir hingesetzt und Fensterbilder gebastelt. Diese Bilder schmückten hinterher dann unsere Fenster beleuchtet von den tollsten und buntesten Lichterketten und wir waren Stolz auf unsere Arbeit.

Anschließend wurden dann immer Plätzchen gebacken bei denen natürlich auch vom Teig genascht werden durfte. Schließlich war es unerlässlich zu wissen ob der Teig überhaupt gut genug schmeckte um daraus Plätzchen herzustellen. Alles wurde begleitet von Weihnachtsliedern wie „Oh Tannenbaum“, „Leise rieselt der Schnee“ und wie Sie alle heißen.

Selbstverständlich habe ich mich als Kind auch darauf gefreut mir das tollste Spielzeug wünschen zu können und dann die Überraschung welche von meinen Wünschen der Weihnachtsmann brachte. Doch bevor es soweit war hatte man sich Tag für Tag, Türchen für Türchen und Schokolädchen für Schokolädchen dem Weihnachtsabend genähert.

Erinnerungen – Der Heilige Abend

Nachdem dann das große Türchen geöffnet wurde war er da, der Weihnachtsabend. Der Weg bis dahin war natürlich nicht immer mit gefüllten Türchen bestückt. Manchmal wurde der Kalender auch heimlich geöffnet, das Plastik mit der Schokolade herausgeholt und schon „einige“ Tage zuvor vernascht.

Trotzdem war es immer gleich. Der Weihnachtsmann kommt an diesem Abend, hoffentlich kann ich früh einschlafen und lange schlafen damit der Weg bis zur Bescherung nicht soweit ist. Es hat nie funktioniert! Ich bin spät eingeschlafen und früh aufgewacht.

Sobald es dann Zeit für die Bescherung war mussten meine Geschwister und ich in mein Kinderzimmer. Vor dem Schlüsselloch wurde immer etwas vorgehangen. Man hörte es Rascheln und Stapfen.

Das Christkind ist da und bringt die Geschenke, ich will es sehen!

Es hat natürlich nie funktioniert. Meine Geschwister haben mir auch ab einen gewissen Alter versucht einzureden dass es das Christkind bzw. den Weihnachtsmann gar nicht gibt. Irgendwann habe ich Ihnen geglaubt. Heute, jetzt da ich es selbst einlassen darf, weiß ich es natürlich besser.

Aber bevor ich zu sehr abschweife zurück zum heiligen Abend. Ein himmlisches Glöckchen läutet. Wir gehen aus dem Zimmer Richtung Wohnzimmer. Die Weihnachtsmusik flüstert uns bereits entgegen und die Geschenke wurde wunderschön unter dem Tannenbaum drapiert. Doch bevor wir eintreten durften wurde immer wieder der gleiche „Witz“ gemacht. Zuerst ein Reim oder ein Lied, dann dürft ihr rein!

Der Weg bis zu Weihnachten – Heute

Irgendwie ist es schön in dieser Zeit auf der anderen Seite, der Seite der Eltern zu sein. Man trägt eine der weniger Traditionen an seine Kinder weiter. Mama und ich machen natürlich nicht ganz so viel wie meine Mutter damals. Dies liegt wohl auch daran dass wir beide Arbeiten gehen und daher auch oft die Motivation fehlt um die Zeit noch besonderer zu machen.

Nichts desto trotz lassen wir uns einige kleine Besonderheiten nicht nehmen.

Vorbereitungen – Heute

Mama schmückt zum ersten Advent immer das Haus. Hierzu gehört dann zwar nicht mehr, jetzt da die Mädels älter sind, das Basteln aber immerhin werden Lichterketten, Kalender und dezent platzierter Weihnachtsschmuck aufgestellt.

Ein oder zwei Wochen später backt Mama mit den Mädels die leckersten Plätzchen die natürlich auch nie lange halten.

Die Kinder und ich bereiten dafür immer kleine Gebackene Geschenke für Weihnachten vor. Hierzu zählten die letzten Jahre zum Beispiel Dominostein Züge, Schneemänner aus Marzipan mit einer Winterlandschaft oder auch komplett selbstgebackene Lebkuchenhäuschen.

Im Hintergrund laufen bei uns natürlich immer wieder Weihnachtslieder die mitgesungen werden und nochmal dafür sorgen das für die Kinder alles besinnlich ist. Wir als Eltern fühlen uns in dieser Zeit auch in die Kindheit zurückversetzt.

Der heilige Abend – Heute

Die Bescherung geht dann so ähnlich von statten wie bei mir damals. Dies liegt unter anderem daran das wir meistens alle zusammen feiern und uns natürlich darüber freuen dass die Kinder genauso nervös sind wie wir damals.

Nach der Bescherung wird dann Lecker gegessen. Während Mama auf Kartoffelsalat mit Würstchen besteht halten die Kinder zu Papa und es gibt immer eine Pute, Rotkohl, Klöße, Bratensoße usw. Mamas Gericht ist dann meistens etwas für den ersten Weihnachtstag, wenn man ihn alleine verbringt.

Ich für mich selbst kann nur sagen dass diese Zeit des Jahres eine meiner Liebsten ist und ich mich freue hierzu noch den einen oder anderen Beitrag zu schreiben.

Auf jedenfall wünscht dir die Familie Erklaert eine wunderbare und besinnliche Adventszeit im Kreise deiner Liebsten!

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Björn

Mein Name ist Björn Pöhlsen, ich wurde 1985 im wunderschönen Duisburg Homberg geboren und wohne noch bis heute hier. Ich habe mittlerweile drei wunderbare Kinder, zwei Töchter (von 2003 und 2005) und einen Sohn (von 2015), welche meiner Frau und mir jeden Tag mal zu einen größeren und mal zu einem kleineren Abenteuer gestalten. Doch gerade das sorgt dafür das es Zuhause nie langweilig wird
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