Ausflug zur Burg Linn

Es ist Sommer, die Mädels haben Ferien und unser Kleiner versucht eh immer dem Duracell Hasen Konkurrenz zu machen. Davon ab haben wir Eltern mit schmalen Geldbeutel ebenfalls Lust mal etwas Anderes zu sehen. Das Schöne am Ruhrpott ist dabei das man meist nicht weit Wegfahren muss um Abwechslung zu haben. Wir besuchten halb spontan die Burg Linn.

Der Weg zur Burg

Um ehrlich zu sein bin ich auf die Burg durch einen Bekannten auf Facebook aufmerksam gemacht worden.

Der Tag war schon vorangeschritten, wir hatten Sonntag ca. 14 Uhr, und wollten noch etwas unternehmen. Es standen mehrere Ziele zur Auswahl aber diesmal hat der Papa darauf gedrängt zur Burg zu fahren anstatt in einen Wildpark in Düsseldorf! 😀

 

 

Nachdem wir einen Parkplatz gefunden hatten machten wir uns auf den, nicht ganz so anstrengenden, Weg zur Burg. Parkplatz ist hier übrigens ein gutes Stichwort. Hätte ich nicht versucht direkt vor der Burg zu Parken, wie das Navi es mir vorschlug, hätte ich mir 5 Minuten Fahrt durch die Charmante alte Innenstadt sparen können!

Auf jeden Fall gingen wir Großen bequem während unser Lütti losgerannt ist wie Roadrunner in seinen besten Jahren. Damit Besucher den Weg auch gut finden können ist der Metallkamerad von dem Bild aufgestellt welcher uns zuverlässig den Weg wies.

 

 

Ohne große Beschreibung. Familie Erklaert auf Tour zur Burg. Das kleine etwas 20 KM weiter ist übrigens Road… äh… Lütti.

 

 

Es ist schon faszinierend gewesen diese Alte und doch fulminante Burg, welche sich über alles erhebt, erblicken zu können. Irgendwie fühlte man sich trotz schönen Park leicht in eine Zeit versetzt die weit vor unserer lag.

Wir haben dann auch schon gerätselt ob das Flüsschen welches wir gesehen haben bereits der Burggraben war oder eher ein Vorgraben. Hätten wir ansonsten nicht als Ziel die Burg gehabt wären wir noch ausgiebig durch den wunderschönen Park spaziert.

 

Rein in die Burg

 

Bevor wir das Tor zu einer längst vergangenen Zeit betreten konnten mussten wir uns eine Karte holen. Diese galt sowohl für ein Jagdhaus als auch für die Burg selbst. Mit den beiden Teenie Mädels, den Rennonauten und uns Eltern haben wir eine Familienkarte für den unglaublichen Preis von 11 € angeboten bekommen.

Das erwähne ich übrigens nicht damit ich das Geld wiederbekomme, sondern weil wir als Eltern den Preis wirklich günstig gefunden haben!

Weiter mit der Reise. Kaum haben wir das magische Tor betreten und sind an einer nicht allzu kleinen Kanone vorbeigegangen, kam uns auch schon eine freundliche Museumsangestellte entgegen. Sie fragte uns ob wir schon mal vor Ort waren und wo wir überall langlaufen können.

Für eine Führung waren wir leider schon zu spät da, auf der anderen Seite hatten wir eh Lust die Burg auf eigene Faust zu entdecken.

 

Rapunzel, Rapunzel…

 

Was möchten Mädchen in einer Burg erleben? Richtig! Wie hat sich wohl Rapunzel in Turmzimmer gefühlt? Deswegen war Madame L auch kaum zu halten als Sie erfahren hat, dass man den Turm empor steigen kann um die Mähne an der Turmspitze der Schwerkraft auszusetzen.

Da der Aufstieg sehr eng und die Treppen für Füße von vor 200 Jahren ausgelegt waren haben Mama Erklaert und ich uns Beratschlagt wie wir Lütti raufbekommen ohne unsere Gesundheit und die des Kindes auf Spiel zu setzen. Dabei hat ein Paar gerade ein Shooting auf der Mauer durchgeführt. Die Frau von dem Paar stand an der Mauer und schaute mit kaum gestellten nachdenklichen Blick Richtung Innenhof während der Mann kniete und die Kamera hielt. Die Gelegenheit nutzte Lütti um auf die Kamera zu schauen und mehrmals „Nein“ zu sagen.

Der Mann schaute ernst Lütti an und sagte: „Nein?“
Ich schaute den Mann an und sagte:“ Lütti warum Nein? So schlimm sieht das Motiv auch nicht aus!“ Naja, „manchmal“ habe ich halt den Schalk im Nacken.

Wir haben uns übrigens dazu entschieden, dass ich Lütti auf den Arm nehme und Vorsichtig hochgehe.

 

 

In der ersten Etage hat uns edelstes massives Holz und eine Feuerstelle erwartet. In der Mitte des Turmes war ein abgesperrtes Loch was jedoch gut in die Tiefe ging. Wir wissen leider bis heute nicht wofür dieses Loch gut war.

 

 

Damit die Wege dann nicht so lang von Feuerstelle und Topf zum Klo sind befand sich auf der anderen Seite des Zimmers die Latrine samt Frischluftzufuhr dahinter.

 

 

Die zweite Etage war Leer aber die Turmspitze bot uns einen unglaublichen Ausblick über Krefeld und den wunderbaren Park. Kurz am Rande. Mama ist aufgrund ernsthafter Differenzen mit der Höhe in der ersten Etage verblieben.

 

 

Wir hingegen haben auch mal einen Blick über den Tellerrand bzw. Geländer Rand gewagt in Richtung Hof.

 

 

Auf dem Weg nach unten wollte ich nochmal Festhalten wieviel Platz man als deutscher Durschnitts Papa und Moppel mit 1,85 m Höhe im Gang hatte. Über meinen Kopf hat nicht mal mehr ein lustiges Taschenbuch gepasst.

 

 

Nochmal ein Blick in die entgegengesetzte Richtung.

 

 

 

Da oben waren wir… Genau da! 😀

 

Vom Turm in die Gemächer

 

Im Entenmarsch ab über die Burgmauern. An der Stelle hatten übrigens wir als auch evtl. Eroberer Glück. Sonntags werden anscheinend keine Burg erobert und wir hatten an diesem Sonntag reinzufällig weder Pech noch Schwefel zur Verteidigung parat.

Habt ab der Stelle bitte Verständnis das ich nicht jeden Raum zeige. Ihr sollte ja noch Spaß beim selber entdecken haben.

 

 

Hier sehen wir den, so glaube ich, Speisesaal der Herrschaften. Ein Tisch und auch ein Boden auf den ich zum Teil neidisch war. Leider hätte die Rüstung vorne Links höchsten den beiden Mädels gepasst. Außer dem Helm, dafür haben beide einen viel zu großen Dickkopf 😉

 

 

Hier befinden wir uns in der Küche. Während die Frauen den mittelalterlichen Herd begutachteten wollte der Lütos Ritteros ganz Burgherr spielen…

 

 

… und inspizierte die Tauglichkeit der Bank in der Küche.

 

 

Nach einer kurzen Pause, die der Kleine lieber auf dem Kies als auf der Bank verbrachte, haben wir uns noch das Jagdhaus angesehen.
Durch das Haus war man schnell durch aber es war Faszinierend wie klein die Betten waren oder wie der „Chic“ an Möbel damals war.
Vor einigen Jahren habe ich bei einem Unternehmen namens Haniel als Aushilfe in dessen Museum gearbeitet. Das Museum dort ist das Geburtshaus des Gründers und es auch faszinierend anzusehen, dass die Raumgröße etc. relativ ähnlich war.

 

Damit der Tag dann auch wirklich eine runde Sache wird haben wir uns noch ein Eisbecher zum Abschluss gegönnt. Es war übrigens der erste Eisbecher für unseren Lütti bei welchen wir Ihm zum Schluss leider noch etwas Unterstützten mussten.

Fazit

Die Burg ist auf jeden Fall einen kleinen Tagesausflug wert. Selbst unsere Große, welche sich eher auf einen Tierpark freute, Stand hinterher in der Burg, hat alles Erkunden und sogar untypisch sich mit der Geschichte beschäftigt.
Um den Turm zu erklimmen sollte man auf jeden Fall Kinder dabei haben die nicht mehr auf einen Kinderwagen angewiesen sind. Ansonsten lädt wie gesagt der Park für einen wunderschönen Spaziergang ein.
Ansonsten haben wir uns Vorgenommen der Burg nochmal im Winter, mit Schnee, einen Besuch abzustatten und ggf. eine richtige Führung mitzumachen da die Schilder zum Teil nicht informativ genug waren.

 

 

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Björn

Mein Name ist Björn Pöhlsen, ich wurde 1985 im wunderschönen Duisburg Homberg geboren und wohne noch bis heute hier. Ich habe mittlerweile drei wunderbare Kinder, zwei Töchter (von 2003 und 2005) und einen Sohn (von 2015), welche meiner Frau und mir jeden Tag mal zu einen größeren und mal zu einem kleineren Abenteuer gestalten. Doch gerade das sorgt dafür das es Zuhause nie langweilig wird
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