Bücher
Bücher aus der Sicht unserer Kinder

Ich bin immer öfter davon fasziniert wie unser Lütti die Welt wahrnimmt. Gefühlt war es gestern noch so, dass er ein wenig Angst vor der großen weiten Welt und ihren Eindrücken hatte. Im Gemeinschaftsgarten war alles komisch, doof, ja – sogar angsteinflößend. Die Farbe der Wiese ist seltsam, was ist das für ein Gefühl, wenn man Sand in den Händen hält usw.

Mittlerweile tobt er draußen rum als gäbe es kein Morgen mehr. Sind wir drinnen wird immer häufiger neben dem „normalen“ Spielzeug auch zum Buch gegriffen. Lütti setzt sich dann neben mich oder Mama Erklaert oder seinen Geschwistern und sagt dann „bisschen Lesen!“.

Das erste Mal ein Buch hören

Ok, zum Teil könnte dieser Beitrag auch zur Reihe „die Welt mit Kinderohren wahrnehmen“ gehören. Obwohl… So ein Buch ist für Kinder ja nicht nur ein „Ding“ was man ansehen und anfassen kann. In meinem Beitrag Schlafritual oder auch wenn der Sandmann da war hatte ich ja schon mal angerissen, dass wir ein Buch auch gerne zum Einschlafen nehmen.

Lütti legte sich dann damals bzw. bis vor kurzem, nach seinem Fläschchen hin und wir lasen aus einem Buch. Haben wir uns vorher noch relativ lange durchprobiert sind wir zum Schluss bei Arthur und die Minimoys gelandet. Hier begann dann auch schon das Abenteuer für den kleinen Mann. Er sah uns an oder schloss seine Augen. Doch egal wie er aufpasste, auf einmal waren ganz andere Figuren vor ihm.

Wurde die Stelle spannend hat man mit tiefer und ggf. schneller Stimme vorgelesen. Doch dann STOP… Kurze Pause… Nur noch ein leises, vielleicht sogar piepsiges Flüstern war zu hören. Der kleine Mann kannte und kennt noch keine Abgründe, kannte damals keine Bösewichte und wusste nicht wie eine Flutwelle geschweige denn ein Ritt auf einer Biene auszusehen hat. Es musste sich aber genauso anhören.

War etwas schön muss es weich klingen, war etwas ironisch gemeint, so musste dabei ein Lachen in der Stimme zu hören sein und wenn etwas gefährlich war oder ein Charakter gar Böse musste die Stimme bis zum Schnulli vor Kraft und irgendetwas was vielleicht „Böse“ ist beben.

Ich schaue mit!

Irgendwann kamen dann die Tage an dem der Lütti nicht nur mehr einfach zuhören wollte. Er wollte sehen wieso Mama und Papa so komisch sind, wenn in diese „magischen“ Bücher geschaut wird. Da muss es doch irgendwas Tolles geben, oder?

Wie oben gesagt schnappte er sich dann auch das eine oder mal selber ein Buch und wir sollten vorlesen. Auf einmal kann man mit den tönen die Mama und Papa da von sich geben was anfangen.

Auf seine Art fragte der kleine Mann uns „Oh schau mal was ist das denn?“. Und wir antworteten zum Beispiel mit „ein Bär“. Lütti prägte es sich durch wiederholen ein… „Bär!“.

War der Bär ganz traurig senkten wir unsere Stimme. Brüllte der Bär so laut, dass es bis ins Tal zu hören war BRÜLLTEN wir mit.

Die Töne und Wörter die Mama und Papa da von sich gaben haben auf einmal ein Bild! Jetzt kann ich demnächst dann auch mit Mama und Papa spielen, dass ich ein Bär bin der brüllt und Mama und Papa auffuttern möchte.

Selber zum Buch greifen

Wieder einige Zeit später hatte Lütti von Oma, während des Einkaufens, ein Buch zum dritten Teil von Cars bekommen. Lütti war bis dahin schon ein riesen Lightning McQueen Fan und hatte das Buch direkt „verschlungen“. Den halben Einkauf lang, welcher bei uns in der Regel 1 ½ bis 2 Stunden dauert, saß er mit dem Buch in der Hand im Einkaufswagen blätterte die Seiten um, erkannte seine Helden und spielte auf einmal mit Ihnen.

„Lightning McQueen ist schnell“ rööööööööÖÖÖÖÖÖMMMM….
„Oh, Lightning McQueen ist putt!“

Fazit

Ich weiß ich bin diesen Beitrag etwas anders angegangen als die beiden Vorhergegangen aber so ist es vielleicht auch für uns große besser zu verstehen wie ein Kind die Welt und gerade Bücher sieht.

Im Falle von Büchern sind die ersten Berührungspunkte meist beim Vorlesen da. Die „Großen“ halten ein Ding in der Hand und spielen komisch. Aber es macht Spaß zuzuhören!

Schließlich übertragen sich aus unserer Sicht ja auch gut gespielte Gefühle auf den Zuhörer, in dem Fall unsere Kleinen.

Irgendwann kommt das Interesse zu sehen was in den Dingern, die Mama und Papa Büchern nennen, so geschieht. Ich will auch mal lunkern!

Und ehe wir uns versehen können sind – zumindest für eine kurze Zeit – Bücher kleine Abenteuerspielplätze auf denen unsere Zwerge, eigene fantastische Geschichten erspielen können mit jedem noch so winzigen Bild was Sie wahrnehmen.

In eigener Sache

Ich hoffe Dir hat diese Artikel genauso Spaß beim Lesen bereitet wie mir beim Schreiben. Falls dem so ist teile Ihn doch gerne auf Facebook oder Twitter. Besuche mich auf meinen Social Media Profilen und hinterlasse ein gefällt mir im Beitrag, auf meinem Profil oder sogar hier.

Liebe Grüße

dein Björn

 

Dir hat der Beitrag gefallen? Teile Ihn doch mit Freunden.

Björn

Mein Name ist Björn Pöhlsen, ich wurde 1985 im wunderschönen Duisburg Homberg geboren und wohne noch bis heute hier. Ich habe mittlerweile drei wunderbare Kinder, zwei Töchter (von 2003 und 2005) und einen Sohn (von 2015), welche meiner Frau und mir jeden Tag mal zu einen größeren und mal zu einem kleineren Abenteuer gestalten. Doch gerade das sorgt dafür das es Zuhause nie langweilig wird

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen