Ich möchte alleine essen

Wie es für Kinder so üblich ist fängt auch unser Lütte immer häufiger an sein Recht einzufordern alleine zu essen. Hierbei ist es natürlich egal was es leckeres gibt, Hauptsache wir, die Eltern, halten unser Finger fern. Ganz interessant wird es wenn es Essen gibt mit dem auch gematscht werden kann.

Es fing beim Brei an

Noch vor kurzer Zeit hat unser Lütte am liebsten sein Breichen gegessen. Das für uns komische hierbei war dass er sich beim Mittagessen immer noch am liebsten hat füttern lassen. Sobald es dann aber gegen den Abend ging und es auf das Breichen zulief hatte er immer mehr gemeckert und mit dem Kopf geschüttelt.

Kopf schütteln ist übrigens etwas worüber wir heute immer noch schmunzeln. Seitdem er gemerkt hat dass auf dem Boden zur sehr Nicken eine Blöde Idee ist bevorzugt er zu jeder Frage den Kopf zu schütteln.

Nichts desto trotz wurde es zusehends schwerer ihm erst einmal probieren zu lassen und dann weiter zu füttern. Also haben wir ihm den Löffel in die Hand gegeben damit er üben kann selber zu löffeln. Vom Grundsatz her war dies natürlich eine super Idee die so einiges an Waschmachinenladungen nach sich zog.

Geduld ist gefragt

Wir verstehen natürlich das es Zeit braucht die nötige Koordination und Motorik zu lernen um den Löffel in das Essen zu bekommen, diesen wieder hoch zu nehmen und dann auch noch den Mund zu treffen. Aber sind wir mal ehrlich, nur weil man etwas weiß heißt es nicht das man die nötige Geduld auch aufbringen kann.

Was vorher 15 Minuten gedauert hat verdoppelt sich weil der Lütti erstmal selber die Lust verlieren muss sich selbst das Besteck in den Mund zu stecken. Für seine Ausdauer wird man jedoch dann auch vom kleinen Mann belohnt.

Sobald die Lust selber zu essen verschwindet will der Zwerg einen Kraft schenken und fängt an Papa oder Mama zu füttern. Hier spielen wir natürlich bis zu einem gewissen Maß mit, macht es doch beiden Parteien mal Spaß die Seiten zu tauschen.

Nach dem Gläschen ist vor dem Mittag

Mittlerweile sind wir soweit das der Kurze nur noch selten sein Mittagsglässchen und Abendbrei isst. Mittlerweile sitzt er mit uns zusammen am Mittagstisch oder aber am Abendbrottisch und isst mit uns gemeinsam.

Beim Abendbrot ist das ganze Thema natürlich recht unspektakulär. Wir geben den jungen Mann ein lecker Brötchen oder Brot mit Teewurst, Leberwurst oder zum Teil auch trocken wenn er es möchte. Klar sieht es dann hier und da manchmal nach einem Schlachtfeld aus aber auf der anderen Seite ist das wichtigste dass er isst und es ihm schmeckt.

Beim Mittagstisch ist es interessanter. Wenn es Leckereien gibt wie Nudeln, Klöße etc. möchte er dies gerne selber naschen. Nun haben wir aber das Problem dass er mit der Gabel noch nicht die nötige Motorik hat. Er ist aber nicht blöd und nimmt die Hände. Dabei merkt er dann „Hey, damit kann ich matschen!“.

Wieder sind wir beim Thema Geduld. Kinder müssen es lernen wie das Ganze mit dem Essen funktioniert. Für uns Erwachsene ist Essen was Alltägliches.

Außer wir tragen weiße Kleidung und es gibt was tomatiges. Weiß und Tomatensoße ziehen sich magisch an!

Zurück zum Thema. Wir gehen dann in der Regel hin und es gibt nach dem Mittagessen noch  einen lecker Joghurt oder ähnliches als Nachtisch. Wobei er sich dann lustigerweise, zumindest beim Joghurt, wieder füttern lässt. Dies liegt dann aber wohl daran weil er immer die Hälfte bei uns abstaubt.

Gibt es keinen Joghurt versuchen wir Ihm ein Brot zu geben was normalerweise aber auch ohne Probleme klappt.

Er muss in Laufe der Zeit aber auch lernen dass er nicht immer was abbekommt nur weil er es gerade möchte. Mama und Papa haben damit keine Probleme, die Schwestern hingegen schon. Der Gesprächsverlauf ist dann in etwa so:

Lütte: „Daaaaa“
Schwester: „Nein Lütti, dass ist meins!“
Lütte: „hmmm“
Schwester: „Boah nein, Du nervst das ist mein!“
Lütte: „Grmlgrmlgrml daaaa“ *Hundeblick*
Schwester: „Ach komm her!“

Der Quark und der Bart

Gestern war dann mein persönliches Highlight. Der kleine Mann wollte erst sein Mittagessen selber mampfen. Wer geduldig bis hier hin gelesen hat weiß worin es geendet hat. Er wollte selber seinen Kloss essen was aber nicht so geklappt hat.

Danach zeigte der Lütti auf den Fruchtquark der schon parat gestanden hat. Noch bevor ich ihm den Löffel geben konnte war die Gabel im Quark und im Anschluss im Mund. Dies hat sogar ungewöhnlich gut geklappt aber da immer zu wenig auf der Gabel war hat er mit die Gabel hingehalten damit ich Ihn füttere. Ich habe die Gabel durch einen Löffel ausgetauscht und neben ein wenig Rumalbern hatte der kleine Mann Papas Bart nachmodelliert :-).

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Björn

Mein Name ist Björn Pöhlsen, ich wurde 1985 im wunderschönen Duisburg Homberg geboren und wohne noch bis heute hier. Ich habe mittlerweile drei wunderbare Kinder, zwei Töchter (von 2003 und 2005) und einen Sohn (von 2015), welche meiner Frau und mir jeden Tag mal zu einen größeren und mal zu einem kleineren Abenteuer gestalten. Doch gerade das sorgt dafür das es Zuhause nie langweilig wird
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