Lüttis erster St. Martinszug
Gestern war für uns ein besonderer Tag. Bereits morgens waren Mama Erklaert und ich freudig darauf was wir uns, zusammen mit Lütti und den Teenie Mädels, vorgenommen haben. Wir wollten zu Lüttis ersten St. Martinszug gehen. Mit knapp über 2 Jahren haben wir uns gedacht, dass er alt genug ist um etwas mitzubekommen so dass dieser Abend ein Erlebnis für ihn wird.

Erstmal den Kleinen rausbekommen

Um 16.30 Uhr hatte ich Feierabend und der Zug sollte um 18 Uhr losgehen. Bedeutet, dass ich also 1 ½ Stunden Zeit hatte von der Duisburger City bis zur Tagesmutter hatte um Lütti abzuholen, was zu Essen und dann zur Grundschule zu gehen die den Zug veranstaltet.

Der Plan ging eigentlich auch super auf. Um 17.05 Uhr war ich bei der Tagesmutter angekommen und der Zwergonaut freute sich schon darauf mit Papa loszufahren. Die Tagesmutter freute sich auch denn sie wollte ebenfalls zum Martinszug gehen. Wir haben uns also alle schnell verabschiedet.

Um 17.15 Uhr sind Sir Knatschibald und ich Zuhause angekommen. Von den 10 Minuten sind übrigens 5 Minütchen dafür hobs gegangen, dass Lütti unbedingt seinen Kinderwagen schieben wollte und an jedem Auto anhielt mit den Worten „hat Räder, das Parkt und Licht aus!“.

Nun gut, wir hatten einen Meilenstein erreicht. Papa und Fressi haben noch schnell ein paar Nudeln gegessen, Papa eine geraucht und dann haben wir uns auf den Weg gemacht. Naja fast. Wir mussten einiges an Überzeugungskraft aufbringen damit Lütti mitwollte. Er verstand halt nicht warum wir jetzt, kurz nachdem er mit Papa angekommen war, wieder raus wollten. Es wurde geknatscht, gequengelt Zuhause zu bleiben und harte Verhandlungen geführt. Letztendlich war das schlagende Argument die St. Martinslaterne welche Du oben im Beitragsbild sehen kannst.

Was uns hier sehr gefreut hatte war das Lady S ebenfalls mitgekommen ist. Sie war schon immer etwas ruhiger und ist gerne Zuhause geblieben aber diesmal hatte sie Bock mitzukommen.

Es geht los

Am Schulhof hatten wir noch einer Nachbarin „Hallo“ gesagt und sind dann zum wartenden Ende des Martinszuges gegangen. Sehr Lustig dabei war das Lütti mehr Augen für andere Laternen hatte als für das holde Martinspferd welches an uns vorbeiging. Pferd ist Pferd aber so eine Laterne ist an. Die Leuchtet im Dunkeln und alle sahen total unterschiedlich aus- Der Wahnsinn aus Kinderaugen!

Zu Lady S sagte ich noch spaßeshalber: „Irgendwie tut mir der Lütti leid. Wenn wir gleich loslaufen sieht er eine Sache am meisten aus dem Buggy… Ärsche!“

Die Kapelle fing an zu spielen, die Schüler setzten sich in Bewegung und wir genauso. Aber irgendwas ist anders, irgendwas fühlte sich zumindest für Mama Erklaert und mich falsch an. Wir hörten die Kinder nicht singen.

Das war wirklich ein Punkt den Mama Erklaert und mich etwas traurig stimmten. Schon damals, als Lady S und Madame L auf der Schule waren, ging es nie sehr laut beim Martinszug zu. Diesmal jedoch waren die Kinder gar nicht zu hören.

Darum feierten wir umso mehr zwei Kindergartenkinder die neben uns liefen und Lauthals die Kapelle mit ihrem Gesang begleitet hatten. Das schöne in solchen Momenten ist auch, wenn man seit mehreren Jahren damit nichts mehr zu tun hatte, dass man so ein „stimmt das war die Zeile“ Moment hat.

Die geschmückten Häuser und meine Erinnerung

Mittlerweile ist es leider, bei uns zuhause auch nicht, Standard das zu St. Martin Häuser geschmückt werden. Die Schule verteilt jedoch entlang der Zugstrecke Zettel, dass Sie dankbar wäre wenn die Häuser etwas für die Kinder geschmückt werden. Dabei ist es immer wieder toll zu sehen, dass die meisten Menschen dieser Aufforderung nachkamen. Zudem Standen auch viele Bewohner am Straßenrand oder am Fenster und haben sich über den Martinszug gefreut. Einfach klasse!

Ein Haus war besonders toll mit Fensterbildern verzieht. Die Ganzen Fenster waren als Stadt und Laterne dekoriert. Ein Blickfang bei dem nicht nur bei mir Kindheitserinnerungen hochkamen.

Du musst wissen, dass auf diese Grundschule bereits meine älteren Geschwister samt mir, meine Neffen und zu Letzt unsere Töchter gegangen sind. Als Kind empfang ich das Singen im Zug immer als doof. Es war abends, es war kalt und es war eine Pflichtveranstaltung. Trotzdem war es schön. Wir liefen den St. Martin hinterher, haben Gesungen und ein tolles großes Feuer am Ende gesehen. So sehr wie ich bevor es losging keine Lust als Kind hatte, habe ich mich gefreut, wenn es losging.

Ich habe mich auch jedes Jahr gefreut mit Mädels zum Zug zu gehen und im Anschluss von Tür zu Tür zu laufen um die Tüten mit jeder Menge Süßigkeiten zu füllen.

Apropos jedes Jahr gefreut. Ich bin selbst bis ich 12 Jahre alt war immer zum Umzug gegangen und bin auch mit Freunden von Tür zu Tür gelaufen. Zum Teil waren wir locker 3 Stunden unterwegs und einfach singen und das an mehreren Tagen. Etwas was die Kinder heute leider so nicht mehr unternehmen, vor allen nicht in dem Alter.

St. Martin bei Mama Erklaert in Heinsberg

Mama Erklaert wohnte als wir uns kennengelernt haben noch nicht in Duisburg. Damals lebte Sie in Heinsberg, einem kleinen gallischen Dorf…einer kleinen Stadt in der Nähe von Aachen. In Heinsberg verlief St. Martin wie folgt.

Die Feuerwehr hat Spenden gesammelt und daraus dann Süßigkeiten Pakete für die Kinder zusammenzustellten. Am St. Martin wurde sich an der Grundschule in der Nähe getroffen, mit dem Zug gelaufen und zum Schluss wurden dann die Tüten verteilt. Kein von Haus zu Haus laufen. Ich habe es schade gefunden und Mama Erklaert findet es hier Doof umherzulaufen.

Das Feuer

Nach dem Zug gingen wir noch zum St. Martinsfeuer. Die Klassen der Grundschule haben sich rund um das Feuer aufgestellt, ENDLICH!!! gesungen und Lütti kam auf meinen Arm. Als ich ihm sagte das Feuer heiß ist wiederholte er es immer. „Feuer heiß! Feuer hoch!“. Er meinte die Glut welche dem Himmel empor stieg.

Trotzdem hatte sich Lütti immer Zeit genommen mir seine Hand auf den Mund zu legen damit ich nicht weiter singe. Als Mama Erklaert fragte ob Papa toll singen kann schüttelte der kleine Mann beherzt den Kopf. Naja Papa kann halt nicht alles.

Wie war denn Dein St. Martin? Ist es auch anders als bei Dir in der Kindheit? Kennst Du es vielleicht auch nicht von Haus zu Haus zu gehen? Wie immer bin ich dir für einen Like, ein Kommentar hier oder auf Facebook als auch ein Teilen des Beitrages dankbar. Gerne auch alles zusammen! 😛

Liebe Grüße

dein Björn

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Björn

Mein Name ist Björn Pöhlsen, ich wurde 1985 im wunderschönen Duisburg Homberg geboren und wohne noch bis heute hier. Ich habe mittlerweile drei wunderbare Kinder, zwei Töchter (von 2003 und 2005) und einen Sohn (von 2015), welche meiner Frau und mir jeden Tag mal zu einen größeren und mal zu einem kleineren Abenteuer gestalten. Doch gerade das sorgt dafür das es Zuhause nie langweilig wird
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