Mit den Kindern auf zum Rhein
Kleiner Blick auf den Rhein

Letzte Woche ist uns ein wenig die Decke auf den Kopf gefallen. Der Lütti war Krank und musste zuhause bleiben. In dem Zusammenhang blieben Mama Erklaert und ich ebenfalls daheim um den Kurzen wieder auf die Beine zu helfen.

Vielleicht kennst Du das als Elternteil auch, dass Kinder nach einer Krankheit wesentlich mehr Energie haben wie im normalen Alltag. Dementsprechend traf die Genesung des Kleinen gleich mit dem wunderbarsten Wetter seit Tagen zusammen aber was sollten wir machen? Wir entschieden uns dafür es auszunutzen, dass wir nur wenige Minuten vom Rhein entfernt wohnen.

Lady S wollte gerne mitkommen während Madame L es Vorzug sich intensiv mit Netflix zu beschäftigen. Soweit kein Problem, wer geht auch schon im Teenie alter gerne mit seinen Geschwistern, Mama und Björn zum Rhein. Den kennt man ja auch schon.

An der Stelle möchte ich Dich schon einmal vorwarnen. Im Teenie alter begegnet euch vieles aus der Kindheit wieder. Mit dem Unterschied, dass Du dich diesmal besser in die Lage deines Kindes versetzen kannst, schließlich liegt die Zeit nicht ganz so weit zurück.

Mama Erklaert und ich haben zusammen alles für eine schöne Zeit am Rhein eingepackt. Dazu gehörte neben dem obligatorischen Sandspielzeug ein Ball und natürlich auch was zu Trinken samt einem Handtuch. Der Lüttonaut packte noch eine Angel ein, schließlich muss er ja, laut eigener Aussage, mindestens einen großen Fisch angeln!

An der Stelle begann dann auch schon die Überlegung ob wir zu Fuß laufen, mit dem Auto fahren und ob wir einen Kinderwagen einpacken.

Wir entschieden uns dazu mit dem Auto zu fahren da El Knatscho momentan sehr gern und schnell getragen werden möchte, wenn er keine Lust mehr zu laufen hat. Den Kinderwagen haben wir daheim gelassen schließlich ist der Weg vom Parkplatz zum Rhein ja nicht so weit… Eine Fehlentscheidung wie Du noch feststellen wirst!

Es ging also los. Oh da ist der Parkplatz und zwar total überfüllt. Ok, dann fahren wir mal weiter denn am Straßenrand, halb im Gebüsch und halb auf dem Streifen für Fahrradfahrer und Fußgänger ist es mir zu blöd zu stehen. Leider hatten wir ein paar Meter weiter auch kein Glück weshalb wir uns entschieden haben zum Nachbarort zu fahren bei dem ich weiß das es einen Parkplatz gibt auf dem man immer eine Stellmöglichkeit findet. Dort wird es ja irgendwo schon runter zum Rhein gehen.

Ein Irrglaube wie sich herausstellte. Wir sind also erstmal an der „Rheinpromenade“ entlanggelaufen um zu schauen wo man denn runtergehen könnte. Da geschah es dann auch, früher als erwartet.  Papa tragen!

Och nöööö… Naja Augen zu und Kind auf dem Arm.

Während ich den Lüttonauten getragen habe erzählte er mir auch immer wieder, dass er einen großen Fisch angeln müsste und wann wir denn da sind. Es hatte schon etwas von den Simpsons, wenn Bart und Lisa im Auto sind.
Lady S trug den unerwarteten Fußweg übrigens mit stilvollen schweigen. Ok es gibt es schlimmeres denn man hatte ihr angesehen, dass Sie trotzdem die gemeinsame Zeit genossen hat.

Wir hielten auf jeden Fall nach einer Möglichkeit Ausschau zum Rhein runter zu kommen und fanden dann auch einen Trampelpfad der nach unten führte. Leider war dort nur eine „meterhohe“ Wiese und Steine. Als die Wiese dann auf übersichtliche Höhe schrumpfte habe ich dann Lütti auch heruntergelassen der mittlerweile wieder selber laufen wollte.

Lauf durch die Rheinwiesen

Nach ca. 1,5 KM von unserem Auto entfernt haben wir dann auch endlich das Stückchen Rhein gefunden zu dem wir eigentlich von Anfang an wollten. Alle haben sich die Schuhe ausgezogen und den Warmen körnigen Sand und das kalte Wasser genossen. Es war wirklich herrlich!

Lütti hatte nun auch die Möglichkeit eeeeendlich zu Angeln, weshalb er mir die Angel in die Hand drückte. Er wollte lieber mit Mama Erklaert und Lady S Steine werfen. Wer sich jetzt denkt ich hätte mitmachen dürfen täuscht sich! Papa, Du musst einen drei Fische angeln! Drei ist momentan übrigens seine Lieblingszahl.

Mit Kind am Rhein Angeln

 

An der Stelle möchte ich sagen, dass ich es immer wieder schön finde wie Kinder und auch jugendliche sich auf einen solchen Ort einlassen können. Der Lüttonaut warf Steine wie ein Weltmeister und schnappte sich sein Sandspielzeug um Wasser von Punkt A nach B zu bringen. Selbst Schiffe auf dem Rhein wirken dabei wie ein Wunder auf dem Wasser. Schöner Nebeneffekt. Jedes Mal, wenn ein Schiff vorbeifuhr ging das Wasser kurz zurück um dann im Anschluss seine Füße zu jagen. Magie!

Kind sieht Schiff am Rhein

 

Lady S hat es ebenfalls genossen dem kleinen Bruder beim Spielen zu beobachten und den einen oder anderen Stein zu werfen. Manchmal auch Knapp an Björns Hinterkopf vorbei. Gehen wir einfach mal davon aus, dass Sie nicht ausversehen daneben geschmissen hat 😉

Wie es leider so häufig mit allen tollen ist was man beginnt hat es irgendwann auch mal ein Ende. Nach ca. 1 ½ Stunden haben wir uns wieder angezogen und auf dem Weg zum Auto gemacht. Kaum haben die heiligen Sohlen des Sir Zwergos den asphaltierten Gehweg berührt fielen die befürchteten Worte. Papa, tragen!

Mama Erklaert hatte, Gott sei von meinem Rücken und Armen gedankt, einen Ball dabei den Sie auspackte. Dieser wurde dann nach einigen Erklär Anläufen nach vorne geschossen und immer festgehalten, wenn ein Fahrradfahrer kam. Überraschenderweise ging der Weg zum Auto wesentlich schneller von statten.

Wie bekomme ich mein Kind wieder zum Auto?

 

Um den Tag dann auch kulinarisch perfekt zu machen haben wir spontan entschlossen uns noch ein Eis aus der Eisdiele zu holen.

Ein lecker Vanille Spaghettieis

 

Für den Lüttonauten endete der Tag dann noch mit einem Bad in der Wanne, mit EXTRA VIIIIIEL SCHAUM, und Schmusis auf der Couch.

Ein bisschen Baden

 

Nachdem der Lüttonaut eingeschlafen war haben Mama Erklaert, Lady S und ich uns zusammensetzt und sind nochmal die Legenden von Andor – Legende Zwei auf Leicht angegangen. Wer mich bei Facebook verfolgt weiß wie sehr wir uns nachdem Spiel gefreut haben die Legende zu schaffen!

Zum Abschluss die Legenden von Andor

 

Rückblickend fällt mir selber immer wieder auf wie selten man solch schönen Tage miteinander verbringt. Man ist so in seinem Alltag eingebunden das man einfach froh ist nicht die letzte Energie mit solchen schönen Ausflügen zu verbringen.

Geht es dann auf das Wochenende zu denkt man immer nach wie man einen so wundervollen Tag gestalten kann, dabei sind die Kostengünstigen und vor allen Einprägsamsten Orte für unserer Kurzen meist nicht weit Entfernt. In unserem Fall ist es ein See und der Rhein, bei anderen ist es vielleicht eine ganz tolle gemütliche Altstadt, ein riesen Park oder, oder, oder.

Klar sind „abenteuerliche“ Freizeitbeschäftigungen auch wichtig für die Kleinen um Spaß zu haben und Energie loszuwerden aber ich glaube solche „Mini Ausflüge“ wie unserer sind die Momente und Tage welche die Familie langfristig zu einer Familie macht.

Was für besondere Ziele oder Gegenden hast Du denn bei Dir um die Ecke?

Liebe Grüße

dein Björn

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Björn

Mein Name ist Björn Pöhlsen, ich wurde 1985 im wunderschönen Duisburg Homberg geboren und wohne noch bis heute hier. Ich habe mittlerweile drei wunderbare Kinder, zwei Töchter (von 2003 und 2005) und einen Sohn (von 2015), welche meiner Frau und mir jeden Tag mal zu einen größeren und mal zu einem kleineren Abenteuer gestalten. Doch gerade das sorgt dafür das es Zuhause nie langweilig wird
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