Mysterium

Ich gebe zu den Spieleabend habe ich sehr Stiefmütterlich behandelt. Zum einen aus Mangel an Spielen die ich gerne Zeigen würde und zum anderen haben wir ehrlich gesagt in letzter Zeit nicht viele Spieleabende gehabt.

Umso glücklicher bin ich Dir heute ein Spiel zu präsentieren was wir mittlerweile vier Mal durchgespielt haben. Mysterium! (bam bam baaaaaaaam)

Die Vorgeschichte

Wir schreiben den 31 Oktober 1922 und es ist Samhaim (Halloween). An diesem Tag ist die Welt der Geister besonders nah an unserer Welt der Lebenden, was den Kontakt zu denen gefürchteten Nebelwesen stark vereinfacht.

Du befindest dich mit anderen Spiritisten im alten Herrenhaus der Gräfin und des Grafen von Warwick welches vor ungefähr 20 Jahren in den Besitz der Familie MacDowell überging.

Dich hat es an diesem mysteriösen Ort verschlagen, weil Du vom aktuellen Bewohner des Hauser – Conrad McDowell – vor gar nicht allzu langer Zeit eine Einladung erhalten hast um einen Mord aufzudecken. Soweit fast nichts Ungewöhnliches, wärst Du nicht hier um mit den Geist des ermordeten Hausdieners der Gräfin und des Grafen von Warwick in Kontakt zu treten, um nicht nur den Fall seines Todes zu lösen, sondern dem Geist auch seinen verdienten Frieden zu schenken.

Der Aufbau

Soweit die Vorgeschichte, mit eigenen Worten zusammengefasst.

Die Aufteilung der Rollen ist wie folgt. Ein Spieler übernimmt die Rolle vom Geist des Hausdieners. Dieser darf in keiner Weise mit den Spiritisten sprechen. Der Rest der Truppe spielt die Spiritisten.

Du hast drei Arten von Karten mit denen Du dir dein Spielfeld zusammenstellst. Zum einen die Tatverdächtigen, den Tatort und die Tatwaffe. Je nach Spieleranzahl erhöht bzw. verringert sich die Anzahl aller Karten. Die Karten sind durchnummeriert aus einem bestimmten Grund.

Diese Karten finden sich nämlich auch nochmal für den Geist wieder welcher individuelle Szenarien für die Spiritisten erstellt.

Individuelle Szenarien? Richtig! Denn der Hausdiener im Fegefeuer kann sich leider nicht mehr an den genauen Hergang seines Ablebens erinnern!

Bei den Szenarien hat der Geist übrigens freie Hand, weil mehr Karten als Spieler vorhanden sind. Die übrigen Karten auf Geisterseite werden wieder (nicht sichtbar) weggelegt.

Der Ablauf

Nachdem das Spielfeld und die Szenarien zusammengestellt wurden zieht der Geist sieben Visionskarten. Aus diesen kann er aussuchen welche Karten am besten als Hinweis für welches Szenario sind und übergibt die Karte/Karten an den jeweiligen Spiritisten. Sollten mal keine Karten dabei sein kann, nach Schwierigkeitsgrad, eine oder mehrere Krähen gesetzt werden und das Blatt erneuert werden. Ansonsten Karten abgeben, entsprechende Zahl nachziehen usw.

Die Spiritisten können ab dem Moment, wenn die erste Karte übergeben wurde überlegen zu welchen Szenario Ihre „Visionen“ passen könnten. Absprechen ist ausdrücklich erwünscht! Erhält der letzte Spiritist seine Vision wird eine Sanduhr umgedreht und es bleiben zwei Minuten seine Entscheidung zu treffen bevor der ektoplasmatische Hausbewohner neue Kraft für die Visionen sammelt.

(Kleine Randbemerkung. Der Schockodrop wurde mit Absicht von Madam L als Photobomb platziert… Unverschämt!)

Wird die Vision richtig gedeutet wandert die erratene Karte in einen Umschlag vom Spieler.

Dieser Vorgang wiederholt sich für Person, Ort und Waffe. Generell hat man um das Ziel zu erreichen 7 Runden Zeit. Sollten es nicht alle Spirituellen Hausbesetzer Innerhalb dieser Zeit schaffen ihre Visionen korrekt zu deuten hat die Gruppe versagt und der arme Hausdiener muss ein weiteres Jahr warten um hoffentlich erlöst zu werden.

Schaffen es alle Spiritisten rechtzeitig ihre Visionen zu deuten wird das Spielfeld geräumt und die individuellen Vorfälle aus den Umschlägen aufgebaut und mittels Geistplätchen nummeriert.

Zur (Er)Lösung

Der Geist zieht wieder 7 Karten und muss nun entscheiden zu welchen Szenario diese passen. Es wird ein Täterplätchen mit der passenden Nummer Ausgewählt und gelegt. Ab nun dürfen die Spiritisten sich nicht mehr absprechen da es mittlerweile früh am Morgen ist und die Verbindung schlechter wird.

Die Vision wird mit letzter Kraft an die heldenhafte Truppe übermittelt.

Diese können nun eine Nummer in den vorher benannten Umschlag legen und dem Geist übergeben. Im Idealfall ist die Mehrheit für das richtige Szenario und der Geist ist erlöst.

Das Resümee

Ich glaube das Spiel ist nichts für Kinder unter 10 Jahren da schon ein gewisses Maß an Geduld mitgebracht werden muss. Für uns dank der Teeniezicken kein Problem.

Sehr schön an Mysterium ist das auf der Internetseite von Libbelud ein Soundtrack heruntergeladen werden kann welcher im Hintergrund läuft und für die richtige Stimmung sorgt. Ferner dessen hat jeder Charakter in den Spielregeln eine kurze Geschichte und es gibt eine generelle Vorgeschichte.

Zur Einstimmung für die erste Runde habe ich die Vorgeschichte und die gespielten Charaktere mit Betonung vorgelesen. Da kommt halt der Papa durch. 😉

Ansonsten hatte ich aufgrund der vier Runden über zwei Tage Zeit auch mal die Möglichkeit nicht nur der Diener zu sein, sondern auch ein Spiritist. Beide Seiten sind nicht einfach.

Beim Verteilen der Visionskarten habe ich z.B. auf ganz andere Kleinigkeiten geachtet als der Rest der Familie. Ich saß wirklich Teils da und dachte mir „das Symbol war auf der Karte?“

Auf Seiten der Spiritisten dachte ich mir „Geist, was willst Du mir jetzt genau mitteilen? Hier hätte ich mir auch eine Schüssel Müsli als Vision hinstellen können!“.

Sehr interessant ist der kooperative Gedanke. Alle gewinnen oder alle haben es nicht geschafft. Dies war auch der Grund warum unsere Mädels so begeistert waren von dem Spiel.

Da zum Teil lange Wartezeiten entstehen, wenn man auf die Vision wartet habe ich mir als Spiritist einen Spaß gemacht und z.B. passend zum Charakter ein Gespräch mit übertrieben französischen Dialekt geführt. Die Mädels fanden es Klasse.

Ich kann daher das Spiel nur wärmsten empfehlen, auch für einen Spieleabend mit Freunden. Bei YouTube habe ich übrigens eine Gute Anleitung zum Spiel gefunden die ich hier gerne auch nochmal verlinke.

Falls Du das Spiel auch bereits ausprobiert hast bin ich natürlich auf deine Meinung gespannt.

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https://youtu.be/SE6DZ1CLSuU

Liebe Grüße aus Duisburg

Dein Björn

 

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Björn

Mein Name ist Björn Pöhlsen, ich wurde 1985 im wunderschönen Duisburg Homberg geboren und wohne noch bis heute hier. Ich habe mittlerweile drei wunderbare Kinder, zwei Töchter (von 2003 und 2005) und einen Sohn (von 2015), welche meiner Frau und mir jeden Tag mal zu einen größeren und mal zu einem kleineren Abenteuer gestalten. Doch gerade das sorgt dafür das es Zuhause nie langweilig wird
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