Spaziergang am ersten Weihnachtstag

Weihnachten ist vorbei und somit auch das große Schlemmen. Ich denke so kann man es fast bei uns bezeichnen. Wie ich bereits hier geschrieben hatte ist es bei uns „Tradition“ dass an Weihnachten vor der Bescherung Pute, Rotkohl und Klöße gegessen werden. Als Dessert gab es Lava Cake mit weißem Kern (mit fast ohne Lava) und Tiramisu. Du kannst Dir sicher vorstellen dass am nächsten Tag der Drang nach einem kleinen Spaziergang riesig war. Davon ab wollten wir aber auch dass der kleine sich mal wieder richtig draußen auspowern kann solange das Wetter es hergibt.

Der Spaziergang geht los

So kam es also das Mama die Idee hatte dass wir doch einmal in Richtung Friedhof laufen konnten. Dies liest sich jetzt, im ersten Moment, schlimmer als es ist. Dort wollten wir zum einen den Schwiegervater besuchen als auch zum anderen bei meiner Oma nach dem rechten sehen. Die Großen (darunter auch die groß Cousine von allen dreien) hatten keine Lust mitzukommen. Ist natürlich auch verständlich, schließlich ist es draußen kalt und die Geschenke vom Vortag sind in der warmen Wohnung.

Wir haben den Kleinen noch ein Stück im Wagen geschoben. Nachdem wir eine „größere“ Kreuzung regelrecht überwunden haben dachten wir uns dass Lütti sich nun auspowern kann. Ich kann nur sagen dass ich nach wie vor begeistert bin was so ein kleiner Mensch von nicht mal 1 1/2 Jahren für eine Energie aufweist. Der kleine Mann ist die Strecke von knapp einen Kilometer fast komplett gerannt. Darüber hinaus hat er es toll gefunden, wie man auf dem Beitragsbild sieht, jede Kante mit zunehmen und dabei immer wieder hoch und runter zu laufen.

Ein kleiner Blick zurück

Gerade wenn ich dabei nur wenige Wochen bis Monate zurück denke ist es um so erstaunlicher was es für eine Leistung ist. Damals war er sich noch total unsicher und hat sich selbst bei der kleinsten Kante auf allen vieren gestellt. Noch weiter zurückblickend hatte der kleine Mann auch riesen Angst vor Gras. Komisches grünes Gelumpe was hier unten überall rumliegt hat man seinen Blick entnommen.

Und heute? Wie gesagt, er nahm jede Kante sportlich und voller Stolz. Er fängt bei Gras nicht mehr an zu weinen, zupft es aber gerne mal und lässt es zwischen seinen Händchen durchrieseln. Vorallen schön finde ich immer wieder wie toll er doch die Welt entdeckt. Wir hatten auf dem Weg einige Weiß-Rote Pöller die hier und da gestanden haben oder rumlagen. Früher haben die ihn nicht interessiert. Heute geht er ganz interessiert hin und ruf „daaaa“.

Am Friedhof selber waren wir noch erstaunter. Auf dem Weg zu den Gräbern geht es ein Stück bergab. Anstatt dass der kleine Mann vorsichtig heruntergeht rennt er als würde es kein Morgen geben und lacht dabei lauthals.

Die letzten Tage Revue passieren lassen

Mama und mir hat der Spaziergang natürlich auch richtig gut getan. Davon ab dass man mal ein wenig das Essen mit Bewegung verdauen konnte hatten wir seit langsam mal wieder die Möglichkeit und auch die Lust über die vergangen Tage, Wochen und Monate zu reden. Wie uns das Weihnachtsfest gefallen hat, was für Fortschritte alle drei gemacht haben und natürlich auch was uns die letzte Zeit aufgeregt hat.

Besonders schön habe ich jedoch gefunden dass wir auch noch einmal über die Zeit reden konnten als der Schwiegervater da war. Das sind die Momente in denen ich auch merke wie gut es „Mama Erklaert“ manchmal tut einfach mal frei Schnauze reden zu können. Auf der anderen Seite konnte ich auch einiges loswerden was mir die letzten Tag auf der Seele lag oder was ich besonders schön gefunden habe.

Wieder daheim

Nachdem wir geschaut haben ob es beiden noch gut ging haben wir uns auch relativ flux auf dem Weg Nachhause gemacht. Zwar waren wir nur eine Stunde bis 1 1/2 Stunden unterwegs aber das hilft ja auch schon oft einfach mal den Kopf freizukriegen und die Laune zu heben. Zuhause haben wir dann erstmal Kaffee aufgesetzt und einen Stollen angeschnitten. Tatsächlich für Mama und mich der erste Stollen des Jahres. Nebenher habe ich mir zum Aufwärmen vor dem Kaffee eine warme Milch mit Honig gemacht. Unglaublicherweise hat der kleine Mann mir den halben Kaffeebecher weg getrunken.

Allen in allen liest sich der Beitrag recht langweilig aber der Tag war für uns quasi einmal richtig entspannend nach einem besinnlichen Fest am Vorabend.

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Björn

Mein Name ist Björn Pöhlsen, ich wurde 1985 im wunderschönen Duisburg Homberg geboren und wohne noch bis heute hier. Ich habe mittlerweile drei wunderbare Kinder, zwei Töchter (von 2003 und 2005) und einen Sohn (von 2015), welche meiner Frau und mir jeden Tag mal zu einen größeren und mal zu einem kleineren Abenteuer gestalten. Doch gerade das sorgt dafür das es Zuhause nie langweilig wird
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