Taufe – Eine eigene Entscheidung

Mama Erklaert gehört keiner Religion an außer Jungpioniere sind eine Religion. Ich selbst bin evangelisch wurde aber nie konfirmiert. Unsere Kinder haben wir nie taufen lassen da wir der Meinung sind dass Sie zum richtigen Zeitpunkt ihren Weg selbst bestimmen sollen. Wie Du dir vorstellen kannst waren wir vor knapp einem Jahr ziemlich überrascht als die Große uns sagte dass Sie den Konfirmandenunterricht besuchen möchte mit allem was dazu gehört!

Der Grund für die Entscheidung

Wir haben uns natürlich gefragt warum Sie denn unbedingt den Konfirmandenunterricht besuchen möchte. In der Schule würde unsere Große am liebsten den Religionsunterricht absagen. Als wir zu Weihnachten einmal gesagt haben dass wir die Weihnachtsmesse ja mal besuchen können war sie auch nicht begeistert. Die Bibel war für sie auch immer mehr ein Buch mit sieben Siegeln als die heilige Schrift.

Sie gibt es zwar nicht zu aber wir sind uns ziemlich sicher dass sie wegen ihren Freundeskreis konfirmiert werden möchte. Ziemlich viele von Ihnen sind in der Kirche tätig oder haben selber Konfirmandenunterricht. Dabei haben allerdings relativ wenige von Ihnen in der gleichen Kirche wie Sie die Konfirmation. Ob oder so, wir sind natürlich mehr als Stolz dass sie sich dafür entschieden hat und den Weg auch geht.

Nicht alles läuft rund

Wie das nun mal so mit Teenies ist läuft das alles auch nicht ganz so rund wie es sollte. Neben den Konfirmandenunterricht muss unsere Große noch an Aktionen von der Kirche teilnehmen um so Punkte für die Konfirmation zu sammeln. Dies können Gottesdienste sein, Backen für das Altersheim uvm. Hat unsere Große auch fast kein Problem mit, solange Sie nicht alleine gehen muss. Und da fängt es an zu happern.

Ihre Freunde haben am Sonntag meist selber was vor oder keine Lust. Wir für unseren Teil sind dahingehend sicher auch keine Vorbildeltern. Um ehrlich zu sein wechseln Mama und ich uns immer ab mit Sonntagsmorgens früh aufstehen und um den kleinen kümmern während der andere einen Tag in der Woche einmal ausschlafen dran. Auf der anderen Seite versucht die große aber auch nicht einen Besuch alleine.

Naja weder Eltern noch Teenies sind einfach.

Papa Erklaert als Teenie Erklaert

Mittlerweile hat sich ja doch einiges wieder geändert. „Damals“ bei mir war es so dass man zwei Jahre lang den Konfirmandenunterricht besucht hat. In der Zeit konnte man auch Punkte sammeln um dann konfirmiert zu werden. Ich war damals fast nicht anders als die Große. Ich bin zwar mal in den Gottesdienst gegangen dafür habe ich aber „das eine oder andere Mal“ etwas anderes Vorgehabt als zum Unterricht zu gehen. Resultat war dass der Pastor mir mitteilte dass ich evtl. ein drittes Jahr machen müsste. Auf der einen Seite berechtigt auf der anderen Seite war es mir doch egal.

Ich habe den Unterricht immer besucht weil es bei uns in der Familie und auch im Bekanntenkreis einfach dazugehörte konfirmiert zu werden. Also bin ich einfach nicht mehr gegangen.

Papa wird Patenonkel

Ich gebe es zu, ich habe mich der großen „ein wenig“ aufgedrängt. Eigentlich bräuchte Sie es auch nicht. Einen Patenonkel. Kirchlich gesehen ist dies natürlich eine große Verantwortung bin ich doch für Sie da wenn mal etwas geschehen sollte.

Ich glaube innerlich wollte ich diese Rolle aber auch übernehmen weil ich nicht der leibliche Vater bin. Trotzdem gibt es mir so das Gefühl noch mehr für Sie da sein zu können und auch einen wichtigen Platz für Sie einzunehmen. Das mache ich zwar nach den ganzen Jahren auch so aber das sind halt Gefühle.

Der erste Schritt ist auch bereits mit einer wunderbaren Taufkerze getan die Ihr Gott sei Dank (Doppeldeutigkeit bei dem Thema 😉 ) auch gefällt.

Elternabende

Nun gut, nicht nur als Patenonkel hat man „Verpflichtungen“. Für die Eltern der Konfirmanden bietet die Kirche ebenso Elternabende an. Hierbei wird den Eltern näher gebracht wie eine Gemeinde funktioniert, wie die Kirche mittlerweile funktioniert und natürlich auch ein Stück weit was die Konfirmanden so alles machen müssen.

Beim letzten Elternabend wurde ein kleines Rollenspiel gemacht wie beispielsweise Abstimmungen durchgeführt werden. Ich hatte hierbei eine tragende Rolle als einer von drei die sich dem Gespräch enthalten haben. Ich ging voll in der Rolle auf!

Unternehmungen im Rahmen des Konfirmandenunterrichtes

Wie weiter oben erwähnt muss die Große natürlich auch an Unternehmungen und Veranstaltungen teilnehmen. Hierbei muss ich sagen wird seitens der Kirche aber auch ein tolles Programm geboten. So haben wir gestern im Taufgespräch erfahren dass demnächst für Gebäude und Bewohner der LVR Wohnungen bei uns um die Ecke der Vorgarten bepflanzt wird. Es wird noch einige Aktionen wie Waffelverkauf in der Kirche geben usw.

Generell ist das Angebot der Kirche gar nicht mal so schlecht vorausgesetzt die Teenies lassen sich darauf ein. Ich glaube daraus mache ich die Tage mal einen eigenen Beitrag.

Die letzten und die nächsten Schritte

Mittlerweile sind beide für die Taufe eingekleidet und können sich sehen lassen. Darauf werde ich aber ein andermal eingehen. Zusätzlich haben wir, wie gerade erwähnt, eine Taufkerze besorgt und hatten gestern das Taufgespräch. Für ihre Taufe und Konfirmation hat sich die große Übrigens wunderschöne Sprüche rausgesucht. Ich hatte schon ein wenig tränen in den Augen bei dem Gedanken daran wie große Sie doch mittlerweile ist.

Dieses Wochenende ist die Taufe und im März dann auch schon die Konfirmation.

Unglaublich wie rasentschnell doch gerade alles läuft. Sobald alles vorbei ist werde ich natürlich wieder berichten.

Frage an Dich

Im Zuge des ganzen Beitrages würde mich natürlich auch Interessieren welchen Platz die Kirche bzw. die Gemeinde bei dir einnimmt. Bist Du ein gläubiger Mensch oder hast Du mit alledem nichts am Hut?

 

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Björn

Mein Name ist Björn Pöhlsen, ich wurde 1985 im wunderschönen Duisburg Homberg geboren und wohne noch bis heute hier. Ich habe mittlerweile drei wunderbare Kinder, zwei Töchter (von 2003 und 2005) und einen Sohn (von 2015), welche meiner Frau und mir jeden Tag mal zu einen größeren und mal zu einem kleineren Abenteuer gestalten. Doch gerade das sorgt dafür das es Zuhause nie langweilig wird
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