Wenn dein Kind zum Treppenbesteiger wird
Wenn dein Kind zum Treppenbesteiger wird

Wir hatten am Sonntag nochmal das gute Wetter ausgenutzt und sind mit Lütti raus in den Garten gegangen. Er hatte ein paar Autos von sich eingepackt, Mama Erklaert, Tante Erklaert, Lütti und ich setzten uns an unseren Tisch und spielten etwas. Gerade hierbei hatte der kleine Rennfahrer Spaß mit den Autos von „Cars“ welche er von Tante Erklaert gerade bekommen hatte. Nach zwei Stunden wollten der Zwergonaut und ich, die letzten die noch draußen saßen, schließlich wieder rein und haben alles zusammengeräumt. Damit ich nicht so viel tragen musste und Lütti besser halten kann, habe ich einige Sachen Mama Erklaert durch das Küchenfenster angereicht. Beim umdrehen stand Lütti auf einmal breit grinsend hinter mir.

Solche „kleinen“ Schocker sind wir Eltern, so glaube ich, schon gewohnt. Die Geschichte geht jedoch weiter. Ich habe mir gedacht, dass nach einem so schönen verspielten Tag ein Bad genau das Richtige für den Erklimmer der Gartentreppe wäre. Ich ging also hoch und habe zum Lütti gesagt das ich ihn „gleich“ holen werde. Dies hatte auch seitdem er laufen kann wunderbar funktioniert! Aber nicht heut!

Tada, da bin ich!

Im Bad hatte ich soweit alles vorbereitet. Auf einmal hörte ich jedoch ein komisches Geräusch aus dem Flur welches immer näher kam. „Klack….KLack…KLAck….KLACk…“. Ich öffnete die Badezimmertür. Da stand an der Treppe der Lütti, breit grinsend und mit zwei Autos in der Hand, vor mir.

Mama Erklaert kam keine drei Sekunden später in den Flur und fragte ob ich den Plantscher mit hochgenommen hätte. Ich verneinte und erwiderte, dass er aber alleine hochkam und gerade bei Madame L im Zimmer sitzt und mit ihr schmust. Das wollte Mama Erklaert mir nicht glauben und lief total perplex eine Etage höher.

An der Stelle sieht man übrigens wie unglaublich schnell Kinder ihre Gewohnheiten ändern können. Aus Mama Erklärts Sicht ist es wie folgt abgelaufen.

Der kleine Kasper spielte gerade noch im Wohnzimmer während Mama Erklaert die Spülmaschine einräumte. Das hochlaufen der Treppen mit den Autos klang aus der Küche genauso wie das Spielen im Wohnzimmer mit den rollenden Blechkameraden. Mission Impossible im Kinderformat quasi

Keine Panik, er kennt es schon!

Die Geschichte klingt im ersten Moment schlimmer als es tatsächlich war. Wie Du an der einen oder anderen Stelle schon mal gelesen hast haben wir eine Haushälfte angemietet welche sich auf zwei Etagen verteilt. Dabei bleibt es natürlich auch nicht aus, dass dein Kind früher oder später lernt Treppen zu erklimmen. Dabei geht es nicht nur darum, dass uns die Hände ansonsten schnell mal zu voll werden, sondern der kleine süße Dickkopf von dem kleinen noch süßeren Jungen meint, dass er nicht immer getragen werden muss. Hut ab für die Selbständigkeit aber bei den ersten Versuchen Panikausbrüche bei uns als Eltern.

Zudem wird auch bei der Tagesmutter fleißig trainiert. Diese wohnt ebenfalls in einem Haus und achtet natürlich auch darauf, dass der kleine Mann mit ihr zusammen die Treppen erklimmt aus denselben Gründen wie bei uns.

Wie kommt Lütti die Treppen hoch und runter?

Wie gesagt haben sowohl die Tagesmutter als auch wir relativ früh angefangen den kleinen Mann an die Treppen heranzuführen. Wenn er rauf möchte geht er meist auf alle vieren und „klettert“ die Treppen hinauf. Das wirkt an der einen oder anderen Stelle recht süß und unbeholfen aber generell schafft Lütto es ohne Mühen. Wenn er dabei noch Autos in der Hand hält ist es eigentlich immer recht lustig.

Erst wird Lütti gefragt ob er die Autos nicht lieber uns geben möchte. Das verneint er. Nach ca. 3 Stufen merkt er dann aber doch, dass es nicht so funktioniert und gibt uns dann freiwillig die „Brumbrums“.

Wenn ich ehrlich bin bekomme ich jedoch immer auf dem letzten Absatz einen kleinen schreck. Diesen möchte der „kleine Messner“ mittlerweile im Stehen bewältigen.

Nichts desto trotz sind wir ja hinter ihm und alles ist gut!

Das größere Problem – Treppe runter

Ein weiser Papa hat mal gesagt „Wo die Treppe hoch geht, da geht sie auch wieder runter“. Und genau da ist aktuell noch der größte Knackpunkt bei der Konfrontation von Lütti und der Treppe.

Zum einen möchte er im Stehen runtergehen. Soweit kein Problem halten wir doch schließlich immer sein Händchen, was ich als Papa übrigens immer Herzschmelzend finde, wenn meine Kinder meine Hand halten! Mittendrin kommt der kleine Mann dann aber auf die Idee, dass der Abstieg am meisten Spaß macht, wenn man auf dem Versen Absatz herunterrutscht. Das kann man dann auch wunderbar mit der Kurve, welche Du auf dem Titelbild siehst, vereinen. Ein schmales Stück Treppe + Schalk im Nacken = Wuuuuiiiiiii.

Wie sieht es mit dem Aufstehen aus dem Bett aus?

Vielleicht ist Dir nun auch der Gedanke gekommen „wie schaut es eigentlich aus, wenn der kleine Mann morgens oder nach dem Mittagsschläfchen wach wird?“

Das ist aktuell, Gott sei Dank, noch kein großes Problem. Er hat noch ein Bettchen mit Seitenwänden. Er kam zwar schon auf die Idee seinen Schlafsack auszuziehen aber noch nicht darauf aus dem Bett zu klettern. Ich hoffe auch ehrlich gesagt, dass er solange er dies hier nicht lesen kann davon keinen Wind bekommt. Naja zumindest die nächsten zwei Monate nicht.

Wie geht es weiter?

Mama Erklaert und ich haben natürlich Kriegsrat gehalten. Was können wir unternehmen um den kleinen Mann zu sichern aber nicht zu behindern?

Unser Plan sieht nun wie folgt aus. Da eh demnächst ein neues Bett für Lütti ansteht wird dazu ein Tür.- bzw. Treppengitter geholt. Zusätzlich, damit der kleine Mann weiter aber sicherer Treppenlaufen lernen kann möchten wir gerne eine Art Geländer aus Seilen im Flur auf Zwergihöhe anbringen. Damit ist ihm vielleicht nicht beim Hochlaufen geholfen aber dann können wir mit Ihm das Treppe herunterlaufen üben. Sobald wir dies gemacht haben schreibe ich nochmal einen neuen Beitrag für dich.

Ansonsten würde brennend interessieren wie Deine ersten Erfahrungen und Momente waren als dein Kind die Treppe für sich entdeckt hat.

Liebe grüße

dein Björn

 

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Björn

Mein Name ist Björn Pöhlsen, ich wurde 1985 im wunderschönen Duisburg Homberg geboren und wohne noch bis heute hier. Ich habe mittlerweile drei wunderbare Kinder, zwei Töchter (von 2003 und 2005) und einen Sohn (von 2015), welche meiner Frau und mir jeden Tag mal zu einen größeren und mal zu einem kleineren Abenteuer gestalten. Doch gerade das sorgt dafür das es Zuhause nie langweilig wird

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