Work Life Balance – Teil II – Life
Betrachtest Du deine Work Life Balance wirst Du wahrscheinlich häufig empfinden dass dein Arbeitsleben schwerer wiegt als dein Privatleben. Grob umfasst ist es auch kein Wunder verbringst Du die meiste Zeit des Tages und den größten Teil deiner Woche auf der Arbeit anstatt bei deiner Familie. Schaust Du aber genau hin wirst Du sehen das auch das Familienleben schwerer wiegen kann als das Arbeitsleben.

Rückblick

Im letzten Post bin ich darauf eingegangen wie Arbeit und Terminplanung sich auf das Familienleben auswirken können. Ich habe geschildert wie sich die Sicht auf meine Schwerpunkte im laufe der Zeit geändert haben. Heute möchte ich Dir aufzeigen das sich durchaus auch das Familienleben auf das Arbeitsleben auswirkt. Weiter noch möchte ich dir Zeigen dass man oft ohne es zu merken denkt dass das Arbeitsleben schwerer wiegt obwohl das Familienleben auf die Arbeit auswirkt.

Größe der Familie

Die Größe deiner Familie ist natürlich mitentscheidend wie Du den Blick auf die Waage wirfst und die Gewichtung festlegst. Hast Du eine relativ kleine Familie kannst Du dir Zeit nehmen und versuchen den Familienmitgliedern die Zeit zu schenken die Sie verdienen. Schwieriger wird es mit immer größer werdender Familie. Hattest Du vorher ein Kind welches nach der Arbeit, neben deiner Frau, Aufmerksamkeit braucht ist dies noch relativ einfach. Wächst die Familie steht das erste Kind zwar nicht hinten an muss aber schon zurück stecken. Die Waagschale senkt sich bei Arbeit. Warum erkläre ich dir gleich.

Jetzt erweitern wir unseren Blick. Zur Familie gehören ja nicht nur dein Nachwuchs und deine Frau sondern auch Großeltern, Eltern, Onkel, Tanten und Geschwister.

Merkst Du selber wie sich deine Gewichtung immer weiter verschiebt und die Arbeit immer schwerer wird? Nein? Dann stelle dir folgende Fragen.

Du nimmst Du dir immer die Zeit oder hast Du immer die Möglichkeit deine Familie zu besuchen? Wann warst Du zuletzt bei deinen Eltern oder hast Dir die Zeit genommen mit Ihnen zu telefonieren? Weißt Du was deine Tanten und deine Onkel zur Zeit machen und was in ihren Leben vor sich geht? Wann hast Du das letzte mal einen super Abend mit deinen Geschwistern verbracht?

Ich denke jetzt verstehst Du besser warum sich die Gewichtung verändert.

Ein Ganzes und viele kleine Teile

Woher kommt dieser Eindruck? Bevor ich mir wirklich Gedanken dazu gemacht habe, sah ich die Arbeit immer nur als großes ganzes und die Familie und Freunde als viele einzelne Teile.

Um dies besser Erklären zu können nimm das Bild für diesen Beitrag. Auf der Work-Seite sehe ich wirklich nur die Arbeit als großes Ganzes. Dabei besteht der Beruf aus vielen kleinen Teilen bei denen ich mal im Büro bin, zum Kunden fahre, viel telefonierte und mich mit unterschiedlichsten Systemen, Konzepten und Probleme beschäftige.

Auf der Gegenseite Teile ich jedoch den Überbegriff Life in viele kleine Teile. Ich sehe die Große und die Mittlere mit dem Schulleben und Privatleben. Ich sehe den Lütten der sich jeden Tag weiterentwickelt mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit. Ich sehe meine Frau der es genauso geht wie mir. Ich sehe mich und empfinde häufig das bei aller Zeit die ich versuche mir zu nehmen meine eigene Zeit fehlt.

Ich gehe also weiter und Betrachte nun den großen Begriff Life mit den vielen kleinen und großen Teilen aus meinem Leben. Wie in Teil I geschrieben sehe ich nun aber auch die Zeit die ich täglich investieren kann. Für mich, um es nochmal hervorzuheben, ist gerade die Zeit der Faktor der die Gewichtung ausmacht und zwar für beide Seiten!

Entscheidungen

Sind wir nun ehrlich zu uns selbst, man kann noch so gut das Privatleben und Arbeitsleben trennen aber es kommt immer wieder vor das man sich die Zeit nimmt und im jeweiligen Leben über das andere Leben nachdenkt.

Während ich Zuhause bin grübel ich häufig wie der berufliche Tag gelaufen ist und was Morgen auf der To-Do Liste steht. Auf der anderen Seite hat aber auch jedes Familienleben seine Ereignisse und vor allem Probleme die gelöst werden wollen.

Genau an dem Punkt fängt es an dass die Life Seite, ohne das Du es merkst, immer schwerer wird! Nehmen wir ein Beispiel was alle Eltern kennen. Hierzu möchte ich sagen dass es Überspitzt sein wird aber ähnliche Fälle kennt jeder von uns. Dein Kind hat über Nacht Fieber bekommen. Sollten Du und dein/e Partner/in beide arbeiten wird sich abgesprochen wer Zuhause bleibt. Idealerweise können die Großeltern auf das Kind aufpassen und zum Arzt gehen weil ihr beide wichtige Termine habt. Du machst dir den ganzen Tag Gedanken ob es zum einen die richtige Entscheidung war und zum anderen wie es dem Kind geht. Das Gewicht auf der Work Seite wird immer schwerer indem Du deinem Beruf die Schuld gibst nicht bei deinem Kind sein zu können.

Schauen wir aber genau hin so wird das Gewicht auf das Life Seite schwerer denn Du beschäftigst dich, für eine Entscheidung die Du aus Pflichtbewusstsein getroffen hast, den ganzen Tag mit Gedanken die dein Arbeitsleben behindern.

Priorisierung

Neben dem zeitlichen Faktor sollten wir also auch unsere Entscheidungen als Gewichtung nehmen. Unsere Entscheidungen treffen wir indem wir Priorisieren. Gerade dabei kann es schnell geschehen dass wir gefühlt falsch austarieren weil unser Blick nicht auf das große ganze gerichtet ist.

Ausblick auf Teil III

Im dritten und letzten Teil möchte ich entgegen der Planung ein kleines persönliches Resumé ziehen zwischen den beiden Waagschalen und nochmal zusammenfassen wie der Eindruck entstehen kann das eine Schale schwerer wiegt als die andere.

Weiter möchte ich auf das eine oder andere Gespräch zurückgreifen welches ich bisher führen durfte bzgl. der Beiträge.

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Björn

Mein Name ist Björn Pöhlsen, ich wurde 1985 im wunderschönen Duisburg Homberg geboren und wohne noch bis heute hier. Ich habe mittlerweile drei wunderbare Kinder, zwei Töchter (von 2003 und 2005) und einen Sohn (von 2015), welche meiner Frau und mir jeden Tag mal zu einen größeren und mal zu einem kleineren Abenteuer gestalten. Doch gerade das sorgt dafür das es Zuhause nie langweilig wird
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