Sind wir gute Eltern?
Woran erkennen wir das wir gute Eltern sind?

Weißt Du, oft liege ich nachts wach in meinem Bett. Im ganzen Haus ist Ruhe eingekehrt und mir fehlt die Konzentration um noch etwas zu lesen. Auf der anderen Seite rasen die Gedanken nur so durch den Kopf. Gerade wenn ich Wochen hatte in denen ich mir nicht viel Zeit für meine Kinder genommen habe bleibe ich bei einem Gedanken hängen. Bin ich ein guter Vater?

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https://youtu.be/A2M-O0VLWdY

Was macht gute Eltern aus?

Eine Frage die vielleicht grundlegend geklärt werden sollte. Bevor ich auf die Frage tiefer eingehe, möchte ich dich ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich hierbei um meine Meinung handelt!

Angeschnitten hatte ich ein ähnliches Thema schonmal vor fast genau einem Jahr in dem Beitrag „Was ist ein Vater?“

Ich glaube gute Eltern macht aus dass Sie, auch wenn Sie arbeiten gehen, sich gerne Zeit für ihre Kinder nehmen. Man sollte nicht mit dem Gefühl nach Hause kommen „und gleich auch noch die Blagen, oh man!“

Gute Eltern haben Spaß daran mit den Kindern zu wachsen und die Welt mit Ihnen gemeinsam neu zu entdecken. Gute Eltern nehmen Kinder nicht nur an die Hand und führen, sondern lassen sich von ihren Kindern genauso führen damit alle Spaß haben mit der Zeit die man gemeinsam verbringen kann.

Ich glaube gute Eltern sind in jungen Jahren Lehrer und ab dem Teenie alter wenn Kinder richtig selbstständig sind Begleiter. Gute Eltern sollten nicht nur erzählen, sondern auch zuhören. Empathie für deine Kinder ist wichtig!

Darf ich denn keine Macken haben?

Das ist ein Punkt bei denen ich an Helikoptereltern denken muss. Kinder vorzumachen, dass man unfehlbar ist, dass man sich keine Fehler leisten darf und nicht weniger als das Maximum von klein aus abverlangt wird. Ich weiß ich öffne hier mehrere Klischeeschubladen aber das ist ein Eindruck der auch nicht von ungefähr kommt.

Ich finde es für meinen Teil wichtig das Kinder klein sein dürfen. Sie sollen spielen und Sie sollen lernen aber das Letztere nicht um jeden Preis. Die Zeit kommt schnell genug wenn die Sorgen des Alltags über unsere, ab nur noch dann gefühlten, Zwerge einherbricht.

Ich empfinde es auch als verdammt wichtig zu zeigen, dass Mama und Papa nicht perfekt sind. Dass niemand perfekt ist aber dass es wichtig die meisten Menschen zu nehmen wie Sie sind, solange Sie nett zu Dir sind.

Es darf auch mal mehr Aufmerksamkeit sein!

Etwas was auch mir nach einen harten Tag schwer fällt ist den Kindern die Aufmerksamkeit zu geben die Sie verdienen. Sie möchten Dir etwas erzählen, deine Meinung hören, haben Fragen zu Hausaufgaben oder Gott und die Welt. Das kann anstrengend sein.

Es ist auch in Ordnung Kinder mal zu vertrösten aber das darf nicht zur Gewohnheit werden. Damit meine ich übrigens nicht, dass deine Kinder den absoluten Mittelpunkt deines Privatlebens darstellen sollen!

Kinder müssen lernen, dass man sich nicht immer auf Sie konzentrieren kann und dass man z.B., wenn man im Gespräch ist dieses auch beenden möchten, sofern kein Notfall vorliegt. Auf der anderen Seite wenn man zum Kind „gleich“ sagt sollte man anschließend auch auf das Kind zukommen und ihm die gleiche Aufmerksamkeit und den gleichen Respekt entgegen bringen wie dem erwachsenen Gesprächspartner.

Hier vielleicht doch ein kleiner Auszug aus unserer Vergangenheit. Als Mama Erklaert und ich zusammen gekommen sind waren die beiden Mädels 3 Jahre und 5 Jahre alt. Madame L, damals 5, wollte immer im Mittelpunkt stehen während Lady S, damals 3, deshalb nur selten zu Wort kam.

Ich habe dann angefangen, wenn Lady S geredet hat, Madame L auszubremsen und zwar mit den Worten das ich eben mit Lady S zu ende reden möchte. Im Gegenzug bin ich dann auch auf Madame L zugegangen und habe gefragt was Sie möchte. Wenn die Kurze dann etwas hinzufügen wollte oder auch nochmal nach Aufmerksamkeit gebuhlt hat sagte ich ihr das Gleiche wie Madame L.

So haben beide gelernt das ich gerne Zuhöre aber nicht beiden gleichzeitig zuhören kann. Sie haben sich nur nicht immer dran erinnert.

Ist denn wirklich alles Sonnenschein?

Ein Punkt der mich eigentlich zu diesem Beitrag geleitet hat. Wir selber waren vor kurzen in einer Situation bei der wir als Eltern weder richtig vor noch zurück wussten. Bitte habe an der Stelle Verständnis dafür, dass ich nicht tiefer darauf eingehen möchte.

Auf jeden Fall war der schwerste Punkt für uns wohl zu erkennen, dass zum einen nicht alles Gut ist aber zum anderen wir uns auch eingestehen müssen das die Grenzen unseres Eltern seins erreicht sind.

Von daher ganz klar, es ist nicht immer alles Sonnenschein. Das macht uns aber nicht zu schlechten Eltern! Wichtig ist das wir mit und/oder für unsere Kinder einen Lösungsweg aus verschiedenen Situationen erarbeiten.

Dabei ist es auch keine Schande auf Hilfe von dritten zurückzugreifen.

Mein Fazit

Mama Erklaert und ich werden wohl nie aufhören und selbst zu hinterfragen und unsere Entscheidungen Revue passieren zu lassen. Dies ist aber auch wichtig um sich selbst weiter zu entwickeln und auf die individuellen Bedürfnisse unserer Kinder einzugehen. Es gibt nun mal kein Rezept das auf jedes Kind passt um es Glücklich zu machen.

Wir sehen es ja selbst, jedes unserer drei kleinen und großen Wunder ist vom Charakter komplett unterschiedlich. Trotzdem glaube ich, dass wir unsere Aufgabe gut machen. Nicht perfekt aber verdammt gut!

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Björn

Mein Name ist Björn Pöhlsen, ich wurde 1985 im wunderschönen Duisburg Homberg geboren und wohne noch bis heute hier. Ich habe mittlerweile drei wunderbare Kinder, zwei Töchter (von 2003 und 2005) und einen Sohn (von 2015), welche meiner Frau und mir jeden Tag mal zu einen größeren und mal zu einem kleineren Abenteuer gestalten. Doch gerade das sorgt dafür das es Zuhause nie langweilig wird
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