Wie es ist Vater und Stiefvater zu sein

Ich weiß nicht genau warum aber in der letzten Zeit erinnere ich mich immer wieder an einen Satz der nach Lüttis Geburt zu mir gesagt wurde. Dabei geht mir eigentlich immer nur der O-Ton durch den Kopf: „Na, endlich dein eigenes Kind. Ist doch super, oder?“

Tatsächlich habe ich in der letzten Zeit auch viel darüber nachgedacht wie es für mich eigentlich ist eine Rolle als Stiefvater und als Vater einzunehmen.

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Wenn dein Kind zum Treppenbesteiger wird
Wenn dein Kind zum Treppenbesteiger wird

Wenn dein Kind zum Treppenbesteiger wird

Wir hatten am Sonntag nochmal das gute Wetter ausgenutzt und sind mit Lütti raus in den Garten gegangen. Er hatte ein paar Autos von sich eingepackt, Mama Erklaert, Tante Erklaert, Lütti und ich setzten uns an unseren Tisch und spielten etwas. Gerade hierbei hatte der kleine Rennfahrer Spaß mit den Autos von „Cars“ welche er von Tante Erklaert gerade bekommen hatte. Nach zwei Stunden wollten der Zwergonaut und ich, die letzten die noch draußen saßen, schließlich wieder rein und haben alles zusammengeräumt. Damit ich nicht so viel tragen musste und Lütti besser halten kann, habe ich einige Sachen Mama Erklaert durch das Küchenfenster angereicht. Beim umdrehen stand Lütti auf einmal breit grinsend hinter mir.

Solche „kleinen“ Schocker sind wir Eltern, so glaube ich, schon gewohnt. Die Geschichte geht jedoch weiter. Ich habe mir gedacht, dass nach einem so schönen verspielten Tag ein Bad genau das Richtige für den Erklimmer der Gartentreppe wäre. Ich ging also hoch und habe zum Lütti gesagt das ich ihn „gleich“ holen werde. Dies hatte auch seitdem er laufen kann wunderbar funktioniert! Aber nicht heut!

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Die Papa Phase – Fluch und Segen
Die Papa Phase. Fluch oder Segen?

Die Papa Phase – Fluch und Segen

Bis vor ein paar Monaten war es egal ob Lütti die Mama oder mich angesprochen hat. Wir waren beide für Ihn Mama. Naja zumindest sprachlich hat er keinen Unterschied gemacht. Irgendwann, nach einem Wochenende mit seinen Schwestern bei Oma, schaute er mich an und sagte Papa. Ich war mehr als überrascht ohne zu wissen was nun auf mich zukommt.

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Liebeskummer
Liebeskummer

Liebeskummer

Du kennst Liebeskummer von dir selbst. Dein Partner hat sich von dir getrennt und die Welt besteht nur noch aus Schwarz und Weiß. Naja, zu großen Teilen erstmal aus Schwarz. Du fühlst Dich innerlich leer, deine Seele schmerzt und Du weißt nicht was Du dagegen unternehmen kannst außer die leere mit Musik zu füllen. Deinen Kindern geht es nicht anders!

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Sind wir gute Eltern?
Woran erkennen wir das wir gute Eltern sind?

Sind wir gute Eltern?

Weißt Du, oft liege ich nachts wach in meinem Bett. Im ganzen Haus ist Ruhe eingekehrt und mir fehlt die Konzentration um noch etwas zu lesen. Auf der anderen Seite rasen die Gedanken nur so durch den Kopf. Gerade wenn ich Wochen hatte in denen ich mir nicht viel Zeit für meine Kinder genommen habe bleibe ich bei einem Gedanken hängen. Bin ich ein guter Vater?

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Drei Kinder und drei Charaktere – Madame L

Ich weiß das ich in meinen Beiträgen am meisten über Lütti schreibe. Hauptsächlich, weil für Lütti jeder Tag ein neues Abenteuer ist und es in nächster Zeit unwahrscheinlich bleibt das Freunde vom ihn meinen Blog lesen werden.
Nichts desto trotz möchte ich heute den Spagat wagen und Dir einen Einblick gewähren wie es ist in einem Haushalt mit drei völlig verschiedenen Kindern zu leben.

Fangen wir der Reihe nach an. Unser Protokind (wie ich Sie immer liebevoll Nenne) ist Madame L. Mittlerweile stolze 14 Jahre alt und das Lebhafteste unserer drei „kleinen“ Wunder.

Sie war schon sehr früh ein aufgewecktes junges Mädchen. Egal wo man mit ihr hinging, waren Kinder in der Nähe hatte Sie innerhalb weniger Minuten jemanden zum Spielen gefunden. Dies ist ein wunderbares Talent was Sie sich bis heute erhalten hat.

Dies sorgte und wird zukünftig wahrscheinlich auch dafür sorgen, dass wir quartalsweise die Hütte immer mit einer Schar von Freunden voll haben werden. Letztes Jahr waren fast täglich 5 Freunde von ihr vorbeikamen. Einer von der Teenieband hatte sich auch so wohl gefühlt, dass er bereits den Weg zum Kühlschrank kannte, mit Lady S WII Spielte oder mit mir ferngesehen hat. Naja die Jugend von heute!

Eine weitere unglaubliche Gabe ist das Madame L sich einfach mit jedem Kind versteht. Sie hat eine Ausstrahlung welche Kindern in ihrer Nähe anscheinend vermittelt „nimm mich in Beschlag und spiele mit mir.“ Im Gegenzug beschäftigt Sie sich aber auch immer wieder gerne mit Kinder. Dies unterstützt ihren Wunsch zukünftig etwas in Richtung Pädagogik zu unternehmen.

Umso ein Ziel zu erreichen müssten leider auch die Noten in der Schule etwas besser werden. Madame L ist ein Lernkind. Sie ist nicht blöd muss aber den Stoff rechtzeitig lernen und verstehen damit die Klausuren dann auch klappen.

Wie das nun mal in der Jugend so ist gibt es momentan wichtigeres als Schule.

Jungs! Wir haben die erste „große Liebe“ bereits durch und auch den zweiten Herzschmerz. Hierbei erkennt man auch das Sie sich in solchen Situationen eher bei Mama gehen lassen kann und ihr Herz erleichtern kann. Dies ist etwas was mir als Vater manchmal schwerfällt da ich der Situation machtlos entgegenstehe. Ich kann Sie nur in den Arm nehmen was Sie in solchen Momenten aber auch nicht wirklich möchte.

Abschließend kann ich zu Madame L auch nur sagen, dass Sie das Kind ist was uns neben den schönen Seiten auch mit am meisten Nerven kann. Das schlimme daran? Sie macht es mit Absicht!

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Jedes Häuschen hat sein Kreuzchen – Streit
Jedes Häuschen hat sein Kreuzchen

Jedes Häuschen hat sein Kreuzchen – Streit

Unterhalten wir uns mit Freunden, Bekannten oder Arbeitskollegen ist die Welt meistens in Ordnung. Das schlimmste was mal sein kann ist zu wenig Schlaf oder unser liebes Wetter ist mal wieder deprimierend. Unterhält man sich über die Kinder so wachsen und gedeihen diese prächtig oder haben nur kleine lustige Macken.

Worüber wir uns kaum bis gar nicht unterhalten ist ein normales aber doch sehr belastendes Thema. Streit!

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Liebster Award – Details über mich

Schön das Du da bist und Dir die Zeit zum Lesen nimmst. Schnapp dir doch auch einen Kaffee und mache es dir bequem. Ich saß vorhin mit Mama Erklaert auf der Couch im Wohnzimmer und haben uns unterhalten als mein Smartphone aufleuchtete. „Vaterwelten hat dich in einem Kommentar erwähnt“. Heiner war so Lieb und hat mich markiert damit ich am liebsten Award teilnehme.

Jetzt muss ich ehrlich gestehen, dass ich erstmal wie der Ochs vorm Berg dastand und gar nicht wusste worum es überhaupt geht. Also habe ich mir erstmal einen Kaffee gemacht und ging dann auf die Seite vom lieben Heiner um zu sehen was für Fragen überhaupt auf mich zukommen. Ich war baff wie toll und ausführlich er auf die Ihm gestellten Fragen geantwortet hat.

Nach ein wenig weiterer Recherche habe ich herausgefunden, dass es sich um eine Art Bloggerkettenbrief geht der beim Networking und Kennenlernen unterstützen soll.

Naja was soll ich sagen Heiner? Ich wäre nicht Papa Erklaert wenn ich nicht versuchen würde auf deine Fragen zu antworten! Wobei dies wohl eine der wenigen Ausnahmen ist bei der ich kein Seemannsgarn untermische!

  1. Welchen Rat würdest du dir als jungen Vater rückblickend mit auf den Weg geben?

Schwer zu sagen was aber auch daran liegt, dass ich mich gegen den Gedanken weigere mit fast 32 Jahren ein alter Vater zu sein. Auf der anderen Seite lebe ich mittlerweile seit 8 Jahren mit Mama Erklaert, Madame L und Lady S unter einem Dach was mich ja gewissermaßen schon zu einem älteren Vater macht.

Ich würde einen Schritt von ungefähr 6 Jahren machen. Madame L ist damals in die zweite Klasse gekommen und es ging dann langsam los, dass die Hausaufgaben etwas schwieriger wurden. Wie das mit Kindern nun mal so ist versuchen Sie vieles um nicht selber die Aufgaben erledigen zu müssen.

Damals hat mein Schwiegervater relativ viel auf die Kinder aufgepasst und Sie vom Kindergarten und Schule abgeholt. Die Kinder haben ihn dann immer gefragt wie die Hausaufgaben gehen würde und er hat Sie quasi mit den Kindern immer so durchgenommen, dass die Hausaufgaben durch ihn fertig gestellt wurden.

Wenn Schwiegervater oder Mama nicht weiterhelfen konnten habe ich Unterstützt. Meine Art damals war es jedoch (und ist es heute auch noch) den Kindern anhand einer ähnlichen Aufgaben zu erklären worum es geht, worauf man achten muss etc. Sprich verstehen anstatt Hausaufgaben fertigstellen.

Die Mädels haben damals dann immer dicht gemacht was mich immer dermaßen aufregte das ich geschimpft habe wie ein Kesselflicker. Daher mein Rat an mein jüngeres ich – bleib entspannt, rauch eine mehr und trete, wenn die Kinder keine Lust haben und sich Blöd stellen möchten in Kontakt mit dem Lehrer/in und Erkläre was war. Aufzwängen hilft nicht!

  1. Stell dir vor, du könntest die Zeit anhalten. Was würdest du den ganzen Tag machen?

Versuchen die Zeit wieder in Gang zu bringen. Ich wäre den ganzen Tag alleine da alles um mich herum eingefroren ist. Ich hätte niemanden zum Unterhalten, niemanden mit dem ich meine Gedanken teile könnte usw. Ganz ehrlich, Stillstand kann eine gewisse Zeit entspannend sein aber nicht wenn der Rest der Welt um dich rum auch Still steht.

Vorher würde ich allerdings mir ein Mustang Cabriolet schnappen, ich gehe von einem milden Frühlingstag oder Sommertag aus den ich angehalten haben, und einfach eine Runde mit dem Auto bei entspannter Musik fahren.

  1. Erzähle von deinem schönsten Moment als Papa!

Das kann ich nicht. Es gibt so viele schöne Tage als Papa die mir Emotional so viel bedeuten, dass sie alle an Platz eins stehen. Um dir einen Auszug zu geben.

Madame L, die damals 1 Jahr nach der Trennung noch sehr stark an ihren Papa hing schaute mich an und nannte mich im Gespräch ganz beiläufig Papa ohne das es ihr auffiel. Dazu muss ich sagen, dass ich bis heute nicht darauf bestehe von Madame L und Lady S Papa genannt zu werden und Sie mich auch mit Björn ansprechen!

Ein anderes Mal lag Lady S bei mir auf dem Bauch und wir haben Simpsons geschaut. Darauf kam dann eine ganze Zeit lang das Ritual das wir schmusend Simpsons geschaut haben.

Als Lütti auf die Welt kam, ich Ihn in meinen Armen hielt und gesagt habe „Schatz es tut mir leid für die anderen Eltern aber wir haben das schönste Baby auf der Welt!“.

In den 9 Jahren die Mama Erklaert und ich nun zusammen sind haben sich noch viele weitere dieser Momente angesammelt und für mich sind es die schönsten Momente als Papa und jeder ist genau so Wertvoll wie der Moment davor und danach.

An einem der schönsten Momente kann ich dich sogar teilhaben lassen 😉

  1. In welchen Momenten stößt du als Vater an deine Grenzen?

Es sind die Momente in den ich als Vater passiv und Hilflos gegenüber der Situation meines Kindes bin. Das kann sein, dass einem meiner Kinder ein Leid auf der Seele liegt und es noch nicht bereit ist darüber zu sprechen. Da kommen wir nämlich wieder auf die Antwort zu Fragen eins zurück. Du kannst nichts erzwingen. Du kannst symbolisieren, dass Du da bist wenn dein Kind bereit ist zu reden. Die Zeit dazwischen ist die Hölle für mich.

Manchmal ist es auch genau das Gegenteil. Zu wissen was los ist und machtlos zu sein. Ich weiß noch das wir damals Madame L und Lady S von ihrem Vater abgeholt haben. Nach ein paar Minuten Autofahrt fingen beide erst an zu schluchzen und dann zu weinen wie zwei Schlosshunde. Das schlimmste war in dem Moment, dass Madam L sich an die Brust packte und sagte „es tut so weh“… In dem Moment wusste ich kann „nur“ für Sie da sein aber ich kann Ihnen nicht den Schmerz nehmen.

In letzter Zeit stoße ich häufig an meine Grenzen, wenn es um die Wünsche von Lütti geht. Er weiß zum Teil selbst nicht so genau ob er nun Links oder Rechts, oben oder unten möchte und kann selbst die Zwischenbilanz nicht mitteilen. Als Resultat kommt dabei raus, dass Lütti weint und Papa nicht weiß wie er mit der Situation umgehen soll. Ruhig reden hilft nicht und gedrückt werden will Lütti in diesen Momenten nicht.

Manchmal auch abends auf eine Woche zurückzuschauen und feststellen zu müssen, dass ich mir für meine Kinder viel zu wenig Zeit genommen habe oder nehmen konnte.

  1. Was vermisst du aus deinem alten Leben am meisten, als du noch nicht Papa warst?

Hmm… das ist wohl die Spontanität. Wie ich bereits in Es ist wichtig seinen Ruhepunkt zu finden geschrieben habe, liebte ich es früher einfach ins Auto einzusteigen und dann für eine oder zwei Stunden durch die Gegend zu fahren. Auch wenn spontan anfragen kamen, wenn um etwas zu unternehmen ohne vorher eine Abklärmarathon zu starten vermisse ich.

Das ist aber glaube einen Punkt den alle Eltern kennen. Selbst wenn man etwas in naher Zukunft planen möchte wird der Partner kontaktiert, Schwiegereltern und dann Stunden / Tage später die Freunde.

  1. Gibt es ein bestimmtes Erziehungsmodell (z.B. Attachment Parenting), das du/ihr verfolgt?

Bei dieser Antwort kann ich mich sehr kurz fassen. Nein! Ich habe mich nie mit Erziehungsmodellen beschäftigt und erziehe unsere Kinder nach Gefühl. Wichtig dabei ist mir, dass wenn Sie klein sind auch Kind sein dürfen und sollen. Die Last der Welt und der Schule liegen später noch schwer genug auf Ihnen.

Auch heute im Teenie alter sollen die Mädels ihren Freiraum haben, sich verabreden und treffen können. Einzig hierbei ist mir/uns wichtig, dass Sie wissen, dass die Schule Vorrang hat. Wenn die Klausur dann trotz lernen nicht hingehauen hat ist das ebenso.

Auf der anderen Seite wenn die Noten zu lange zu schlecht sind gibt es natürlich auch Konsequenzen wie eingeschränkte Smartphone Nutzung o.ä.

Zu Guter Letzt was uns auch wichtig ist. In einer Familie wird gestritten. Manchmal berechtigt und manchmal spitzt sich die Lage einfach zu. Wenn wir, nachdem sich unsere Gemüter beruhigt haben, merken, dass wir falsch gehandelt haben oder zu streng waren gehen wir zu unseren Kindern und entschuldigen uns. Wir erklären warum die Situation so war und warum wir so reagiert haben. Sie sollen dadurch lernen, dass es Ok ist Fehler zu machen aber dass es genauso wichtig ist sich hinterher zu Entschuldigen und für seine Fehler geradezustehen!

  1. Smartphone, Tablet, TV und Co. – Ab wann sollte dein Kind Zugang zur digitalen Welt haben?

So früh wie nötig und anfangs so viel begleitet wie möglich. Ich glaube, dass meine Kinder, gerade dadurch, dass ich IT-Consultant bin, einen kleiner Vorteil haben. Ich kenne zwar auch noch die Zeiten als noch nicht jedes Kind einen Fernseher hatte, es keine Smartphones gab etc. aber ich habe auch den Wandel bereits durchgemacht.

Bzgl. Fernseher muss ich gestehen, dass dieser bei uns relativ häufig einfach nur nebenbei läuft. Also wo andere Musik anhaben läuft bei uns der Fernseher. Der Lütti schaut zwischen durch mal hin, wenn ihm etwas gefällt auch mal länger, kann aber genauso gut spielen. Bei den Mädels damals war es das selbe! Ich finde das Fernsehen ein wunderbares Medium ist um Kinder auch visuell manchmal in eine fantastische Welt zu entführen.

Auf der anderen Seite genießen wir aber auch toben, spielen und vorlesen.

Mit den Smartphones und PCs bin ich allerdings der Meinung, dass diese erst ab der Grundschule richtig Sinn machen. Es ist ja nicht nur wichtig hier und dort zu klicken und zu spielen, sondern Kinder sollen lesen und verstehen was Sie lesen. Dabei haben wir gemerkt, dass gerade Spielekonsolen oder auch Smartphones helfen können, weil der Ehrgeiz da ist zu verstehen was man machen möchte.

Nichts desto trotz, gerade im Kinderalter sollte das Kind trotzdem nicht den ganzen Medien alleine gegenüberstehen. Es ist wichtig zu erklären wo was gefunden wird, dass die Geräte nicht nur zum Spielen da sind und auch einen gewissen Wert haben. Es ist wichtig zu erklären, dass das Internet nicht nur voller toller Dinge ist.

Die Schulen leisten hier langsam gute Arbeit und beziehen die technischen Mittel immer besser mit ein aber unsere Aufgabe als Eltern ist es weiterhin Grundlagen für das Verständnis zu schaffen und diese im Alltag zu festigen. Verbote, Schutzsoftware um gewisse Seiten aufzurufen etc. halte ich übrigens nur bis zu einem gewissen Alter relativ Sinnvoll.

Den Umgang mit Medien und technischen Mitteln lernt man nicht durch Verbote, sondern durch ein begleitetes heranführen!

  1. Vervollständige diesen Satz: Vater sein bedeutet für mich…

das größte Glück auf Erden und Gleichzeitig einer der schwierigsten Jobs auf Erden. Klar ist es fantastisch die kleinen heranwachsen zu sehen und die Entwicklung zu beobachten. Es ist wundervoll zu merken, dass das Kind sich immer mehr entwickelt, dass es einen Liebe zurückgibt. Kinder geben einen das ehrlichste Feedback was man im Leben nur bekommen kann.

Auf der anderen Seite dürfen wir nicht vergessen das wir keine Beobachter sind, nicht nur die besten und längsten Freunde die unsere Kinder haben können. Nein, wir sind Erziehende! Wir bringen in erster Instanz unseren Kindern bei was Gut und was Böse ist. Was dem Kind schadet und was dem Kind guttut. Wie man mit sich selbst und anderen Umgeht, wie soziale Regeln sind, wie gesprochen wird, wie zusammenhänge sind (Papa Erklaert 😀 ). Selbst wenn Sie uns irgendwann verlassen helfen wir bei jeder Lebenssituation, stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Um es ein wenig christlicher auszudrücken. Im Laufe des Lebens können wir unsere Kinder nicht tragen aber wir werden Sie stets begleiten.

Auf der anderen Seite ist es wunderbar ein Erzähler, Superheld, Pirat, Tröster, Schmusetier, Taschentuch, Koch, Wecker, zu Bett Bringer, Musiker, Spaßmacher, Schimpfer, Ehemann, Partner, und vieles vieles mehr zu sein.

Papa zu sein bedeutet für mich genau so toll zu sein wie eine Mama! Das einzige was toller ist als Papa zu sein wird es später Opa zu sein, weil dann vieles vom erziehenden Teil wegfällt!

  1. Warum bist du bei Instagram, Facebook, Twitter oder betreibst einen eigenen Blog?

Der Urgedanke für den Blog war damals die liebe Bine von Klitzekleinedinge. Ich habe schon immer Spaß daran gehabt Webseiten zu bauen und mit Leben zu füllen. Dies habe ich, nachdem ich Vater wurde dann erstmal wieder aufgegeben. Irgendwann hatte ich das gesehen, dass Bine einen Mutterblog hatte.

Der Gedanke kam dann „was Bine kann, kann ich auch!“. Naja aus Anfangs nur Fragen zu beantworten wurde dann schnell ein „richtiger“ Papa Blog wobei die Erklärungen und Fragen bei mir einfach nicht fehlen durften 🙂

Ich möchte im Blog Menschen an unserem Leben teilhaben lassen und vielleicht auch zeigen, dass man nicht alleine dasteht. Es gibt noch andere die schöne und traurige Situation durchmachen. Niemand ist alleine mit seinen Empfindungen, seinen Gedanken und der einen oder anderen Situation. Manchmal kann man selbst vielleicht nur nicht seine Empfindungen, gerade als Vater, so gut in Worte fassen.

Die social Medias hingegen sind für mich privat etwas was ich konsumiere um mir die Zeit zu vertreiben. Als Blogger allerdings sind Sie Mittel zum Zweck um Werbung zu machen, sich Inspiration zu holen, Networking zu betreiben oder auch um einfach mit Mama ein Gespräch zu führen über einen interessanten Beitrag den ich gerade gefunden habe.

Man könnte also sagen es gibt zwei Ichs. Den alltags Björn der konsumiert und den Papa Erklaert Björn der gerne aktiv am Content teilhaben möchte. Das Interessante für mich dabei ist, dass ich selber merke, dass die Grenzen hier sehr schwammig sind. Irgendwo aber Verständlich, da ich als Vater nichts von mir preisgeben kann ohne Dich mit in mein „anderes“ Leben zu lassen.

  1. Stell dir vor, du würdest ein bedingungsloses Grundeinkommen von 1.600 € pro Monat bekommen: Wie würde sich dein Leben ändern? Welche Träume/Wünsche würdest du verfolgen?

Kurzer Blick: Würde ich einiges umstellen müssen. Klingt zwar fies aber das liegt unter meinem jetzigen Einkommen! Wir müssten uns vielleicht eine kleinere Wohnung suchen, man würde beim Einkaufen das eine oder andere Leckerchen liegen lassen. Wir könnten wünsche von den Kindern nicht in der Art erfüllen wie wir es jetzt versuchen und uns würde eine große Last auf den Schultern liegen wie wir den Monat überstehen sollen.

Langer Blick. Mama würde dann, gehe ich von aus, das gleiche Grundeinkommen bekommen. Dies würde in unserer Situation bedeuten, dass wir eine gute Schüppe mehr Geld zur Verfügung hätten und somit mehr Möglichkeiten.

Aber um ehrlich zu sein könnte ich mir nicht vorstellen welche Träume und Wünsche ich verfolgen würde. Ich mag mein Leben wie es ist. Klar man würde sich den einen oder anderen Schnick Schnack kaufen bei dem man heute drei Mal überlegt „hole ich es mir oder nicht“ um dann bei „oder nicht“ hängen zu bleiben.

Das einzige wir wirklich machen würden, denke ich, wäre ein Rundumrenovierung unserer Wohnung. Dabei würde ich dann Mama drängen, dass dies aber Fachleute machen. 😀

So, dass soll es dann von meiner Seite aus gewesen sein. Ich danke nochmal für die Nominierung und hoffe, dass Dir die Antworten einen Aufschluss darüber geben wer ich überhaupt bin. Ich muss auch ehrlich gestehen, dass die Fragen einfach super waren um einen Überblick zu bekommen. Top ausgesucht! 🙂

Anbei dann meine Fragen an Tilo von HerrMama und an die liebe Bine von KlitzeKleineDinge.

  1. Was hast Du kurz vor und nach der Geburt gedacht?
  2. Welche Eigenschaft findest Du von deinen Kind(ern) am schönsten?
  3. Ein Wochenende Kinderfrei und Du hast keine Grenzen für das Budget. Was würdest Du unternehmen?
  4. Hast Du einen Tick der sich erst entwickelt hat seitdem Du Kinder hast?
  5. Wohin bei schönen Wetter? Spielplatz, Park oder Garten?
  6. Ein Blick zurück. Welche Momente gab es als Du gemerkt hast, dass dein(e) Kind(er) einen Entwicklungssprung gemacht haben?
  7. Wie kam es zu den Namen von deinem Blog?
  8. Was ist das Erste an das Du dich aus deiner Kindheit erinnerst?
  9. Fotos im Buch bzw. in der Kiste oder auf dem Smartphone? Wo stöberst Du lieber?
  10. Behind the Blog. Gibt es etwas was Du deinen Lesern als „privater“ Mensch mit auf den Weg geben möchtest?

Ich danke Dir für die Geduld bis hier gelesen zu haben und hoffe Du hattest genauso viel Spaß dabei wie ich beim Beantworten der Fragen. Auch nochmal einen riesen Dank an Heiner für die Möglichkeit mitzumachen und an Tilo und Bine dafür, dass ich Sie nominieren durfte!

Liebe Grüße aus Duisburg und einen wundervollen Vatertag

dein Björn

 

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Es ist wichtig seinen Ruhepunkt zu finden

Gestern Abend war ich mit den Freizeitnerds im Kino. Nach dem Film haben wir uns – Überraschung – auf dem Weg nach Hause gemacht und es war ein herrlicher Abend. Wir hatten milde 23 Grad, die Luft war frisch und die Autobahn war frei. Ich habe alleine im Auto gesessen und den Moment genutzt um das im Titelbild gezeigte Lied einzuschalten und voll aufzudrehen.

Ich fuhr mit 100 km/h bis 120 km/h auf der Autobahn, habe mir Ausnahmsweise mal eine Zigarette angezündet, das Fenster ganz geöffnet und „cruiste“ einfach so dahin.

Lange ist es her

In dem Moment habe ich erstmal gemerkt wie lange ich das schon nicht mehr gemacht habe. Du musst wissen früher habe ich das, so blöd wie es klinkt, relativ oft gemacht. Einfach an einem lauen Abend das Auto geschnappt und ohne Ziel über die Bahn und Landstrasse durch die Gegend gefahren.

SIcher nicht das beste für die Umwelt aber für mich selbst war das immer relativ wichtig und entspannend. Warum?

Selbst gestern waren diese 20 Minuten quasi ein Wellnessprogramm für mein inneres.

Es waren 20 Minuten in denen ich gefühlt kein Papa, kein Ehemann, kein Freund, kein Sohn, kein Bruder, kein Onkel und niemand der wie irgendwer anderes ist war. Ich war jemand der 20 Minuten lang gefühlt keine Probleme hatte, keine Sorgen und keine Verantwortung. Ich war niemanden Rechenschaft schuldig, musste nicht überlegen wie redest Du mit jemanden ohne das er sich auf den Schlips getreten fühlt. Ich hatte nicht das Gefühl was zu vergessen, jemanden in Stich zu lassen, jemanden zu bevorzugen oder zu vernachlässigen, musste mir keine Probleme anhören, musste keine Lösungen suchen und musste nicht interessiert sein.

Man könnte wirklich sagen es war quasi ein Spa für die Seele.

Warum?

Du fragst Dich vielleicht warum ich das alles schreibe. Das hat nichts damit zu tun das ich generell unzufrieden bin oder es mir schlecht geht. Ich mag und Liebe meine Familie, Arbeit, Frau, Kinder, Freunde und Kollegen.

Manchmal fühlt man sich aber einfach verloren. Man weiß nicht wo man hin will und wer man selbst überhaupt ist. Genau wegen diesen Momenten ist es auch einfach wichtig sich einmal zurückziehen zu können. Dabei meine ich noch nicht mal an irgendwas bestimmtes denken zu müssen sondern einfach mal wieder man selbst sein.

Die einen gehen dafür Feiern, die anderen Lesen ein Buch, die dritten legen sich in ein Bett und ich fahre Abends alle Jubel Jahre mal einfach eine Runde mit dem Auto.

Kurz was anderes

In dem Zusammenhang hatte ich letztens irgendwo auch eine interessante Diskussion gesehen die ich so ähnlich sogar mit Mama Erklaert geführt habe. Eine Mutter hatte das Gefühl das ihr Mann sich immer aus jeder Verantwortung zieht in dem er sagt er passt auf das Kind auf. Sie fühle sich alleine gelassen.

Der Mann wusste von dem Beitrag wahrscheinlich nichts aber da ich in einer ähnlichen Situation war möchte ich mich dazu gerne äußern. Vielleicht liest dass die eine oder andere Mama die manchmal genau so denkt.

In solchen Momenten ziehen wir uns als Ehemänner und Väter nicht aus der sozialen Verantwortung die eine Familie mit sich bringt. Es ist viel mehr so dass wir unseren Frauen ermöglichen möchten dass diese verschnaufen können und sich selber diesen Ruhepol, von dem ich gerade geschrieben haben, gönnen können. Wenn das so aber nicht gesehen, nachgefragt oder zugelassen wird können wir Männer manchmal auch nicht viel mehr machen!

Bevor ich dann nun aber weiter vom Thema des Beitrages abkomme mache ich hier Schluss und wünsche Dir noch einen wunderschönen Tag. Denk bitte daran, jeder braucht mal Luft zum Atmen 😉

Liebe Grüße

Dein Björn

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Familienausflug in den Zoo

Wie bereits in der letzten Erklärung geschrieben waren wir im Zoo Duisburg. Dabei handelte es sich um eine spontane Idee von Mama. Immerhin war das Wetter super und die ganze Familie Erklaert wollte dies auch ausnutzen. Daher kam von niemanden eine Beschwerde. Nichts desto trotz verlief nicht alles so wie wir Großen uns das gedacht hatten.
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