Schlafritual oder auch wenn der Sandmann da war

Du kennst es wahrscheinlich selbst Der Tag neigt sich dem Ende zu und der Kampf um den Schlaf geht los. Dein Kind ist total Müde, dein Partner und Du sind KO und niemand will den Weg in die Heia so wirklich einleiten. Was ich dir direkt verraten kann ist dass Du nicht allein bist!

Wir haben selbst im lauf der letzten (fast) zwei Jahre einige ausprobiert. Es ist ja auch kein Wunder dass wir als Eltern experimentieren. Unsere Kinder sind wie wir nicht jeden Tag gleich gut drauf. Sie haben Phasen welche die Kinder mal schmusiger und mal knatschiger machen. Sie verändern sich von Tag zu Tag und verarbeiten obendrauf noch den ganzen Tag anders als wir im Schlaf. Zu guter letzt dreht die Welt sich im Schlaf weiter und unsere kurzen könnten etwas verpassen!

im nachfolgenden Beitrag möchte ich Dich an den unterschiedlichen Stationen von uns teilhaben lassen. Vielleicht spiegelt so einiges ja auch Deine momentane Situation wieder.

Schlafritual bis ca. 8 Monate

Gerade als unser Lütti noch frisch geschlüpft war wollten wir ihn immer in unserer Nähe haben. Das Thema „plötzlicher Kindstot“ hatten wir immer irgendwo Hinterkopf. Nicht so sehr dass es dauerhaft Präsent war aber doch genug um es nicht ausser Acht zu lassen.

Da unser Wohnzimmer auf einer anderen Etage ist als das Kinderzimmer haben wir uns für die Anfangszeit einen Stubenwagen geholt.

Später als der Kurze zu groß wurde haben wir den Stubenwagen durch ein Reisebett ersetzt. Oft ist Baby Lütti Abends bei uns im Arm eingeschlafen und wurde dann umgelegt bis wir zu Bett gegangen sind.
Dann kam er mit ins Bettchen was mit im Schlafzimmer gestanden hat.

Schlafritual ab den 8 Monat bis ca. 12 Monat

Natürlich hat unser kleiner Mann auch mit der Zeit mehr von seinem Umfeld mitbekommen und schlief daher immer schlechter ein. Irgendwann durfte er aus dem Reisebett noch mit fernsehschauen oder mit seinen Stofftieren kuscheln bis er einschlief und wurde dann nach dem Einschlafen hochgelegt.

Das hatte auch eine Zeit lang richtig gut funktioniert. So lange bis Knatschkofsky dann erst mitten in der Nacht wach wurde und  im Anschluss erst gar nicht mehr einschlief.

Schlafritual vom 12 bis zum ca. 16 Monat

Wir haben umgedacht. Sagen wir eher bei mir hat es klick gemacht und ich überlegte mir folgendes: „Gehe mit ihm hoch ins Schlafzimmer, gib ihm nochmal ein Fläschchen und Kuschel mit ihm bis er endlich einschläft.“
Ich betone gerade so dass ich umgedachte habe da Mama mir drei Schritte voraus war aber ich ihr nicht glauben wollte. Typisch Papa halt.

Jeden Falls hat das Ganze zwei Wochen funktioniert. Danach turnte, spielte und brabbelte Lüttoianer durchs Bett. Mama wollte das nicht unterstützen! (Siehe Satz vorher)

Die Wende

Jetzt muss ich weiter gestehen dass es für mich zum Ritual geworden war so nochmal Zeit nach der Arbeit mit dem Kurzen zu verbringen. Weiter gedacht war es aber blöd weil ich mich zum Teil durch das Knatschen vom Kleinen innerlich immer aufgeregt habe.

Mal wieder Väter halt, denn wie man(n) es macht, macht man(n) es falsch.

Also anstatt die Zeit zu genießen und Energie zu tanken hat Sie mich Energie gekostet.

Das aktuelle Schlafritual

Seit dem ich angefangen habe unser Schlafzimmer zu renovieren schlafen wir mit beim Lütti im Zimmer. Er ist passend mit uns eingezogen, womit er sich zum einen durch den Mittagsschlaf dran gewöhnen kann und zum anderen durch ein neues Schlafritual.

Wir schauen zusammen (zum Teil auch mit Madame S und Lady L) Abends den Sandmann. Lütti kommt auf die Couch, kuschelt und bleibt sitzen. Im Anschluss wird ein Fläschchen zubereitet und sich dann umgezogen. Wenn der Kurzi zu knautschig sein sollte kommen Mr. und Mrs. Socki, seine Stoppersocken und reden mit Lütti oder kitzeln seine Füße.

Dann geht es mit Flaschi, Schnulli und Lütterus hoch ins Kinderzimmer. Wir schalten die Lampe ein welche Du im Beitragsbild siehst, legen ihn ins Bett und er trinkt sein Fläschchen. Sobald es leer ist oder er nicht mehr möchte gibt er uns die Pulli, wir fragen ob er den Schnulli haben möchte welchen er bekommt, immer denn ohne Schnulli geht nicht! 😉

Dann Schnappen wir uns ein Buch, aktuell Arthur und die Minimoys, fragen ob wir lesen sollen. Er nickt. Je nachdem ob er sehr müde ist, zuhört oder weiter rumspielt und uns somit keine Aufmerksamkeit schenkt entschieden wir wieviel gelesen wird.

Abschließend legen wir das Buch hin und Lütti zeigt aufs Bett. Wir legen uns hin und in meinem Fall Frage ich dann noch ob er wieder kontrolliert. Er sagt nein, steht auf und achtet peinlichst genau darauf dass ich mein Handy auflade, Kopfhörer einstecke und mich zudecke. Sobald ich zwei Minuten auf das Handy schaue legt er sich hin und versucht einzuschlafen.

Papas Schlafritual von Anfang an

Nur so nebenbei. Im Laufe der letzten 1 3/4 Jahre habe ich mir angewöhnt immer vor meinen Bettgang nach dem Lütti zu schauen. Dabei kontrolliere ich dann entweder ob er sich regt oder atmet. Wenn der kleine Mann ganz tief und entspannt schläft lege ich auch schon mal meine Hand auf seinen Bauch oder Rücken um die Bewegung vom Atmen zu spüren.

Wenn Mama dass dann mitbekommt fragt sie immer mit einem Lächeln: „Und? Lebt er noch?“

Ich bin auf jeden Fall gespannt wie es weiter geht wenn wir wieder im Schlafzimmer sind. Ich halte Dich auf dem laufenden.

Bis dahin liebe Grüße aus Duisburg

Björn

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Björn

Mein Name ist Björn Pöhlsen, ich wurde 1985 im wunderschönen Duisburg Homberg geboren und wohne noch bis heute hier. Ich habe mittlerweile drei wunderbare Kinder, zwei Töchter (von 2003 und 2005) und einen Sohn (von 2015), welche meiner Frau und mir jeden Tag mal zu einen größeren und mal zu einem kleineren Abenteuer gestalten. Doch gerade das sorgt dafür das es Zuhause nie langweilig wird
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